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Mit Bier und Breze an die Spitze

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Wolnzachs Bürgermeister Jens Machold bei der Volksfesteröffnung 2015. Die Planungen für das 68. Hallertauer Volksfest laufen bereits und bringen einige Änderungen mit sich

Das Hallertauer Volksfest in Wolnzach vom 12. bis 22. August geht dieses Jahr in die 68. Auflage. Festwirt wird die Familie Waldinger.

Der Markt Wolnzach hat ein klares System: Wer noch nie dran war, hat Vorrang, Bewerbung vorausgesetzt. Und dann kommt der zeitliche Abstand: Elf Jahre, so lange war keiner der Bewerber dran. Die Entscheidung fiel einstimmig im Kultur- und Volksfestausschuss. Das gleiche gilt für die Prosecco-Bar: Die machen heuer erstmals die Motorradfreunde. Andere Vereine, die sich beworben hatten, waren schon einmal dran. Das Gremium hielt am bisherigen Vergabemodus ohne Debatte fest. Diskussionsbedarf gab es allerdings, als es um den Vergnügungspark ging. Ein viel beachteter Beitrag kam hier von Brigitte Hackl, die eine Lücke im Angebot sah zwischen Kindergartenalter und Erwachsenen. Diese wird heuer geschlossen mit einem neuen Fahrgeschäft, bei dem die Gäste in großen aufblasbaren Bällen auf einem Wasserbecken schwimmen können. Man darf sich also schon jetzt auf das 68. Hallertauer Volksfest freuen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gibt es heuer einige Änderungen.

Zu den Änderungen beim 68. Hallertauer Volksfest gehört auch ein neues Biergartenkonzept. Dieses ist ebenfalls in Arbeit, und der Ausschuss gab grundsätzlich grünes Licht. Kernelement der Neuerung ist eine Bierbar für regionale Biere, für die aber auch erst einmal Platz geschaffen werden musste. Darum gab es ein gewisses Stühlerücken auf dem Vergnügungspark, wo die Verwaltung noch mit Bandmaß und Plan zuwerke gehen muss, denn der Rettungsweg muss auch frei bleiben. Hierzu vereinbarte der Ausschuss noch einen Ortstermin. Fest steht weiter, dass der Festwirt auch wieder den Biergarten betreibt. Das hat sich nach den Worten des Bürgermeisters bewährt, denn dann kann der Festwirt bei jedem Wetter mit einem gewissen Umsatz rechnen. Bei Hochprozentigem bleibt es bei der alten Regel: „Alles, was über 20 Prozent geht, ist untersagt.“ Bürgermeister Jens Machold rannte mit dieser Feststellung im Kultur- und Volksfestausschuss offene Türen ein. Dass das Hallertauer Volksfest derart friedlich verläuft, ist nach Überzeugung aller Verantwortlichen wesentlich darauf zurück zu führen, dass Alkohol-Exzesse konsequent unterbunden werden. Das gilt auch für das Umfeld des Festgeländes. „Rund um das Volksfest herum wird immer wieder ein Rucksack gefunden, wo was drin ist, das klar und stark ist“, so der Bürgermeister, der schon fast triumphierend bemerkte: „So einfältig sind wir eben auch nicht.“ Er sei sich klar darüber, dass die Ordnungskräfte nicht alles finden können, aber die Kontrollen zeigen Wirkung.

Das Volksfestplakat kommt heuer von Paul Kaindl. Der 16-jährige Künstler setzte sich mit einer einstimmigen Entscheidung der Jury gegen Liona Schmelzer und Leni Erdmann durch. Die sechs- und neunjährigen Künstlerinnen haben aber auch Arbeiten abgeliefert, die bei der Jury teilweise sogar Erstaunen ausgelöst haben. Alle drei bekommen das „Preisgeld“ in Form von Wolnzach-Zehnern. Alle 23 Teilnehmer am Wettbewerb können sich aber über einen Fünf-Euro-Gutschein für das Volksfest freuen, so Bürgermeister Jens Machold in der jüngsten Sitzung des Kultur- und Volksfestausschusses. Leider wird das in einigen Fällen schwierig, weil die Künstler teilweise vergessen haben, ihre Namen auf ihre Arbeiten zu schreiben. Und so lautete der Appell des Bürgermeisters an die Maler und Zeichner, sich im Rathaus zu melden. Alle Arbeiten sollen ausgestellt werden, weil es sich nach den Worten Macholds einfach lohnt, sie zu sehen. Der Siegerentwurf vereinigt die bayerische Raute mit den Klassikern eines Volksfestes, nämlich der Bierkrug und die Breze, dazu der Autoscooter, der in diesem Fall besonders schön detailliert dargestellt ist, was den Bürgermeister zu der Vermutung verleitete, dass hier der Künstler wohl seine Präferenzen habe. Die Buntstiftzeichnung muss jetzt noch für den Plakatdruck optimiert werden, und dann steht einer wirksamen Werbung nichts mehr im Weg. Das Plakat erfüllt natürlich auch die Anforderungen der Wettbewerbs-Ausschreibung, nämlich, dass der Anlass auf den ersten Blick erfasst werden sollte, und dass die Daten gut lesbar sein müssen. Dies erfüllen fast alle 33 Entwürfe. Dass nur 23 davon in die Wertung kommen konnten, hat nach dem Bericht Macholds unter anderem damit zu tun, dass diese Anforderungen in einigen Fällen nicht erfüllt worden sind.

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