Vorfreude auf Mini-WM der Fußballmädels

Ganz

groß raus kommen soll in diesem Jahr der Frauen- und Mädchenfußball in Deutschland. Bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land sind die Deutschen haushohe Favoritinnen und wollen der Repubilik bei den WM-Spielen wie vor fünf Jahren „Klinsis“ und „Jogis“ Buben ein neues „Sommermärchen“ bescheren. Da wollen sie beim TSV Siegenburg, der dank engagierter Nachwuchsarbeit im weiblichen Bereich seit vielen Jahren zu den führenden Vereinen im Fußballkreis Landshut/Kelheim zählt, nicht nachstehen und ziehen am 25. und 26. Juni diesen Jahres auf dem Vereinsgelände an der Jahnstraße sozusagen eine Mädel-WM im Kleinformat auf. Mit einer professionellen Pressekonferenz wurde vergangene Woche schon mal kräftig für das sommerliche Event getrommelt. Bei den „Girls World Cup Games“ treten jeweils 16 U13- (Samstag) und U15 (Sonntag)-Mädchenteams zum Turnier an. Die Mannschaften kommen dabei aus dem gesamten südostbayerischen Raum und werden den teilnehmenden Ländern der „richtigen“ Weltmeisterschaft zugelost. Weil sich auch der Turniermodus ganz nach dem großen FIFA-Vorbild richtet, steht bereits - wie bei den „Großen“ - die Paarung des Eröffnungsspiels fest: Deutschland gegen Kanada. Klar, dass die Siegenburger Mädels gerne in den Farben Deutschlands auflaufen würden. Oder als brasilianische Ballkünstlerinnen. Doch auch wenn es das Los anders mit den Gastgeberinnen meinen sollte und aus Siegenburg ein afrikanisches Land werden würde, macht das den TSV-Teenies nichts aus: „Dann werden wir uns halt alle schwarz schminken“, kündigt ihre Spielführerin Theresa Anthofer an. Denn nicht der Ehrgeiz, sondern der Spaß am Fußball soll im Vordergrund stehen. Deshalb wird auch jede Spielerin mit einem Sachpreis belohnt. Spielfreude und Krativität sind gefragt, und das nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch bei den Anhängern: Die Fangruppe mit dem originellsten Outfit wird nämlich an jedem Spieltag durch den Paten der Veranstaltung, MdL Martin Neumeyer, prämiert. Ideenreichtum bewiesen haben die Siegenburgerinnen schon beim pfiffigen Logo für das Event: Es stammt aus der Feder von Theresa Anthofer. Das Kürzel „WM“ deutete sie in schwarz-rot-goldenen Lettern um in „Warum Männersache?“ Weil eine solche Mammut-Veranstaltung für einen kleinen Verein wie den TSV Siegenburg eine organisatorische und finanzielle Herkulesaufgabe bedeutet, haben sich die „Girls World-Cup“-Macher die Unterstützung von namhaften Sponsoren und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens geischert. Als Schirmherr wurde Kelheims Landrat Dr. Hubert Faltermeier gewonnen, ebenso wie als „Pate“ Martin Neumeyer, der Integrationsbeauftragte des Bayerischen Landtags. Unterstützend zur Seite steht den Siegenburgern auch Dr. Rainer Koch, der Präsident des Bayerischen Fußballverbandes, der das Turnierwochenende in der Hallertauer Marktgemeinde auch zum offiziellen „Tag des Mädchenfußballs“ im Bezirk Niederbayern und im BFV-Kreis Landshut ernannt hat. Als Hauptsponsor der Veranstaltung zeigt die Firma „Sport 2000“ aus Kelheim ein Herz für die Fußballgilrs.

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