Kulturelle Bereicherung

Vorstand von Heimat & Museum bestätigt

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Museumsleiterin Renate Buchberger (Mitte) und das übrige Vorstandsteam von „Heimat & Museum“ wurden von den Teilnehmern der Jahreshauptversammlung in ihren Ämtern bestätigt. Bürgermeister Josef Reiser (links) und Kulturreferent Bernd Friebe (vierter von links) gratulierten. 

Der gesamte Museumsvorstand wurde bei den anstehenden Neuwahlen bestätigt. Dazu zog Wahlleiter Sebastian Kirzinger, seines Zeichens Ehrenbürger der Stadt, humorvoll einen Vergleich zum Kultfilm „dinner for one“. Denn wie immer war die Jahreshauptversammlung des Vereins „Heimat & Museum“ bestens vorbereitet und von der ersten Vorsitzenden und (in Personalunion) Museumsleiterin Renate Buchberger straff durchgezogen.

 So blieb genug Zeit für einen spannenden Abendvortrag. Neben gut zwanzig Mitgliedern waren auch Bürgermeister Josef Reiser und Kulturreferent Bernd Friebe zur Versammlung gekommen. Die Stadt unterstützt den Verein stets großzügig und so konnte im vergangenen Jahr ein Besucherrekord erreicht werden: Über zweitausend Gäste verzeichnete das Museum an mehr als fünfzig Öffnungstagen. Ein Kraftakt für ein rein ehrenamtlich geführtes Haus. Sowohl die Ausstellung „50 Jahre LSK-Theater“ als auch „Warten auf das Christkind“ erwiesen sich als Magnet. Im Hintergrund wird inventarisiert und geplant, das Depot zog um und auch für das aktuelle Jahr hat das Team um Renate Buchberger viele Pläne. 

Schon im April wird die nächste Ausstellung eröffnet: Eine Fotoausstellung zum Klimawandel beweist erneut die Vielseitigkeit des Museums. Es gibt bayernweit kein Museum, das nur von Ehrenamtlichen auf so hohem Niveau professionell geführt wird. Selbstverständlich stimmt auch die Kasse auf den Cent genau, so sehr dass den Kassenprüfern nichts anderes übrig blieb als zum Spaß nach zwei Rechtschreibfehlern zu fahnden. Bei den Neuwahlen wurde Renate Buchberger als erste Vorsitzende mit Brigitte Berg und Erika Riedmeier-Fischer im Team ebenso bestätigt, wie sämtliche Beiräte und Prüfer. Einen packenden Abendvortrag hielt Johann Ertlmeier aus Siegenburg. 

Er wird die Schautafeln am Kreuzweg restaurieren und berichtete von „Anton Gogeisl - ein Jesuit aus Siegenburg am Kaiserhof in China“. Ein ungewöhnliches Thema über ein ungewöhnliches Leben vor 250 Jahren, als eine Reise nach China noch 999 Tage dauerte. Gespannt lauschten die Zuhörer wie ein armer Siegenburger Bub Mandarin beim Kaiser von China wurde. Kulturelle Vielfalt endet nicht im Ausstellungsraum, bewies das Museum damit bei der Jahreshauptversammlung.

Quelle: freising-online

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