Wohin mit den Hundetütchen?

Vorbildlich: Jürgen Kronz sammelt und hortet die Hundehäufchen neben seinem Haus. "Jumbo" ist's herzlich wurscht.

Die

Mainburger Hundehalter werden im neuen Jahr zur Kasse gebeten: Im April wird die Steuer für das Halten der Vierbeiner fällig - und die beträgt 40 Euro per anno - „eine Erhöhung um 60 Prozent“, echauffiert sich Jürgen Kronz aus Sandelzhausen. Wobei es ihm mit Gattin Elke und den beiden Hunden Mara und Jumbo nicht um den Obolus an sich geht, sondern um die Verwendung der städtischen Mehreinnahmen. Das Ehepaar stammt aus Meerbusch in Nordrhein-Westfalen und räumt unumwunden ein, dass die Hundesteuer dort wesentlich höher angesetzt sei, doch würden die Abgaben dort auch zweckgebunden verwendet. Natürlich sind die beiden mehrfach täglich mit den Hunden unterwegs, sammeln auch vorbildlich die Häufchen ein - und tragen sie dann wieder nach Hause, wo sie in einem Behälter neben dem Haus bis zur Müllabholung gelagert werden. „Wir halten die Straßen sauber“, betont Kronz, „aber wir haben hier in Sandelzhausen so gut wie keine Möglichkeit, den Hundekot unterwegs zu entsorgen.“ Die Recherche auf den Internetseiten der Stadt Mainburg ergibt, dass in der Schützenstraße und an der Hügelstraße je eine Hundestation angebracht ist, „aber wir gehen mit unseren Hunden doch kaum durch Wohngebiete. Also habe ich diese Körbe noch gar nicht gesehen“, so Kronz, der mit seiner Frau im Tierschutz stark engagiert ist und sogar die Webseite www.mein-wauwau.de eingerichtet hat. Gegen Hundedreck auf den Straßen und Gehwegen ist auch das Sandelzhauser Ehepaar, doch sollten dann doch bittschön auch die städtischen Mehreinnahmen dazu eingesetzt werden, den Hundehaltern die Entsorgung der Fäkalien zu erleichtern. Das mag die Stadt Mainburg aber nicht versprechen, schließlich sei die Hundesteuer eine klassische „Aufwandsteuer“, wie Christoph Limmer erklärt.

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