Zertifizierung für höhere Qualität

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burg (hr) · Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung haben im Zeitalter globaler Märkte und der Produkthaftung einen hohen Stellenwert. Mit dem System der Hopfenzertifizierung in Deutschland verfügt die Hopfenwirtschaft über ein hervorragendes Instrument, diese Anforderungen in den wesentlichen Teilen erfüllen zu können. Diese Schlussfolgerung zogen die Bürgermeister der Hallertauer Siegelgemeinden sowie die Verbandsvertreter von Handel und Erzeuger bei ihrer traditionellen Jahresversammlung. der Hallertau ist mit der Organisation und Abwicklung der Zertifizierung des Rohhopfens mittlerweile bereits im zwölften Jahr der Hopfenring betraut. Traditionell im November findet in Mainburg die Jahrestagung der Hallertauer Siegelgemeinden statt, die von Bürgermeister Josef Reiser als Vorsitzender geleitet wird. Dabei erstattete der Geschäftsführer des Hopfenrings, Ludwig Hörmansperger, den Bürgermeistern und den Vertretern der Aufsichtsbehören Bericht. Insgesamt waren heuer in der Hallertau bedingt durch die Hagelschäden nur 446016 Ballen (im Vergleichszeitraum des Vorjahres 577651 Ballen) zu zertifizieren, was einer Menge von 528456 Zentner (686635 Zentner) entspricht. Während früher die Hopfenbauern ihr Erzeugnis in die Siegelhallen der jeweiligen Siegelgemeinden verbringen mussten, findet die Abwaage und damit auch die Zertifizierung heutzutage durch den Erzeuger am Hof statt. Neben dem fest angestellten Personal der Geschäftsstelle im Haus des Hopfens in Wolnzach waren in dieser Saison 33 saisonale Mitarbeiter für die Zertifizierungsaufgaben im Außendienst tätig. Insgesamt 1087 Betriebe waren von den Mitarbeitern des Hopfenringes anzufahren. Durch die wegen der Hagelschäden später einsetzende Ernte lief auch die Zertifizierung schleppend an. Dennoch war innerhalb von fünf Wochen nach Erntebeginn bereits bei rund 90 Prozent der Gesamterntemenge das Bezeichnungsverfahren durchgeführt. Der Endtermin für die Zertifizierung am 15. November wurde lediglich von zwei Parteien überschritten, bei denen das amtliche Bezeichnungs- und Bescheinigungsverfahren nicht mehr durchgeführt werden durfte. Wie Ludwig Hörmansperger betonte, habe sich der Klebesiegel bei sachgerechter Anbringung im Praxiseinsatz bewährt. Bei 36 Partien mit insgesamt 1854 Ballen, bei denen ein Wassergehalt von über 14 Prozent festgestellt wurde, mussten die Hopfenpackstücke entsiegelt werden. Der überwiegende Teil dieses Hopfens konnte aber nach einer Nachtrocknung erneut bemustert und der Zertifizierung zugeführt werden. Um die Hopfen-Herkunftserteilung zeitgemäßer zu gestalten, hat der Hopfenpflanzerverband das System „Herkunftserteilung per Internet“ fortgeführt. 345 Hopfenerzeugerbetriebe haben sich heuer daran beteiligt. Die Gebühr für die Zertifizierung beträgt seit 1998 unverändert 1,28 Cent pro Kilogramm Bruttogewicht, zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. In der „Hitliste“ wie Hörmansperger die Abwaagemengenstatistik bezeichnete, steht die Siegelgemeinde Stadt Mainburg mit 132670 Zentnern an der Spitze, gefolgt vom Markt Wolnzach mit 86.022 Zentnern und der Stadt Geisenfeld mit 58.700 Zentnern. Der Markt Au/Hallertau, in den letzten Jahren stets auf Rang drei gelegen, fiel heuer wegen der Hagelschäden ins hintere Mittelfeld zurück. Das Schlusslicht bildet die Siegelgemeinde Stadt Rottenburg/Laaber mit gut 1900 Zentner.

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