Naturschutzprojekte in der Region Dachau

Das große Biodiversitätsprojekt in Karlsfeld ist nach sieben Jahren abgeschlossen

das Karlsfelder Krenmoos und das benachbarte Schwarzhölzl
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Ein Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere: das Karlsfelder Krenmoos und das benachbarte Schwarzhölzl.

Es war eines der größten Naturschutzprojekte in der Region und eines der erfolgreichsten: das Biodiversitätsprojekt, das der Verein Dachauer Moos, der Landschaftspflegeverband Dachau (LPV) sowie der Bund Naturschutz Dachau (BN), in den vergangenen sieben Jahren verfolgt haben. 

Nun ist es abgeschlossen, der VDM hat einen beeindruckenden Abschlussbericht auf seiner Internetseite veröffentlicht.

„Die Erhaltung und Wiederherstellung unseres Naturerbes im Dachauer Moos“, nennt VDM-Geschäftsführer Robert Rossa als das übergeordnete Ziel des mit staatlichen Mitteln geförderten Projektes. Konkret ging es darum, die Lebensräume von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten wiederherzustellen und zu pflegen.

So finden nun im Karlsfelder Krenmoos Kiebitze, die auf der sogenannten Roten Liste geführt werden, wieder Brutmöglichkeiten. Äußerst seltene Libellenarten wie die Helm-Azurjungfer haben an den Gewässern im östlichen Dachauer Moos Lebensräume gefunden. Im Kalterbach tummeln sich Schneider, eine kleine seltene Fischart. Auf den Moorwiesen blühen seltene Orchideen und Kräuter. Auch, weil das Projektteam und Rossa rund sieben Hektar an geeigneten Grundstück erwerben und ökologisch aufwerten konnte, davon 4,3 Hektar im Schwarzhölzl, im Krenmoos und an der Würm. Weitere 2,7 Hektar im Inhauser Moos und an einem anderen Würm-Abschnitt wurden über das Klimaprogramm Bayern 2050 finanziert.

Bestandteil des EU-weiten Natura 2000-Schutzgebiet-Netzwerks

Das Projektgebiet umfasste insgesamt eine Fläche von rund 5700 Hektar, die sich auf dem Gebiet der Kommunen Dachau, Karlsfeld, Hebertshausen, Haimhausen sowie der Landeshauptstadt verteilen. Es wurde als Bestandteil des EU-weiten Natura 2000-Schutzgebiet-Netzwerks anerkannt. Das Budget betrug zirka 810 000 Euro, für die Hälfte kam der Bayerische Naturschutzfond, vierzig Prozent die Landkreise München-Land und Dachau, den Rest der VDM und der LPV.

Rossa, der jetzige VDM-Geschäftsführer, fungierte anfänglich als Projektleiter, seine Vorgängerin Sabine Schöttl – mittlerweile als Vollzeitexpertin in der Naturschutzbehörde des Landsratsamts tätig – hatte das Projekt maßgeblich angestoßen, zusammen mit der damaligen LPV-Chefin Beate Hülsen.

Das Dachauer Moos wurde dank der Projektmaßnahmen überregional bekannt. Mehrfach besuchte der frühere bayerische Umweltminister Marcel Huber (CSU) das Dachauer Moos, ebenso dessen Nachfolger Thorsten Glauber (FW).

Informationen, auch über Folgemaßnahmen, auf www.verein-dachauer-moos.de.

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