Seniorentagesstätte im Landkreis Dachau

Die erste Seniorentagesstätte wird im Januar 2023 im Landkreis Dachau ihre Tore öffnen

 Die beiden Gebäude rechts sind Teil einer BRK-Kindertagesstätte und das dritte Gebäude von links zählt zum BRK-Seniorenheim.
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Im Augenblick noch verwilderte Wiese, im Januar Heimat einer BRK-Seniorentagesstätte. Die beiden Gebäude rechts sind Teil einer BRK-Kindertagesstätte und das dritte Gebäude von links zählt zum BRK-Seniorenheim.

Sie soll eine Vorbildfunktion für den gesamten Landkreis haben: die Seniorentagesstätte, auf deren Aufbau sich der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes und der Gemeinderat der Marktgemeinde Altomünster Ende November geeinigt haben. 

Bernhard Seidenath, Landtagsabgeordneter und BRK-Kreisvorsitzender, schwärmt: „Die Bedingungen in Altomünster sind ideal!“ Denn die neuartige Einrichtung soll in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Kinderhaus sowie einem Seniorenheim gebaut werden, die beide ebenfalls vom Dachauer BRK betrieben werden. Eigentümer des Grundstücks ist die Marktgemeinde Altomünster.

Seidenath ist schon seit geraumer Zeit davon überzeugt, das der Landkreis zusätzliche Angebote für Seniorinnen und Senioren sowie für deren Angehörige benötigt. „Die mittlere Generation, die sich parallel um ihre zunehmend pflegebedürftigen Eltern sowie um ihre schulpflichtigen Kinder kümmern muss, kommt immer mehr in eine Zwickmühle“, erläutert der Leiter des Gesundheits- und Pflegeausschusses des Bayerischen Landtags. Seidenath zitiert eine Studie der Uni Erlangen, nach der eine erhebliche Zahl von Menschen ihren Beruf aufgeben mussten, um die Doppelbelastung mit Kindern und pflegebedürftigen Eltern, zu stemmen, so Seidenath.

„Altomünster hat als erste Gemeinde reagiert“

Der CSU-Politiker hatte dazu in seiner BRK-Funktion im vergangenen Jahr alle Bürgermeister im Dachauer Land angeschrieben und die Idee vorgestellt. „Altomünster hat als erste Gemeinde reagiert“, erzählt Seidenath. Mit einer weiteren Kommune sei man im Gespräch, so Seidenath weiter.

Das Besondere an dem Konzept: Es kombiniert ein Aktivitäts-, Bildungs- und Unterhaltungsangebot für „rüstige Rentnerinnen und Rentner“ mit Angeboten zur Tagespflege. In beiden Fällen können die Seniorinnen und Senioren auf Wunsch morgens abgeholt und abends wieder nach Hause gebracht werden.

Die einmalige Inanspruchnahme ist ebenso möglich wie eine regelmäßige. Die Pflegekasse trägt den größten Teil der Kosten, betonten die BRK-Experten, die an der Altomünsterer Ratssitzung teilnahmen, ohne dass andere Leistungen gekürzt würden.

Einige Punkte der Kooperation zwischen der Kommune und dem BRK sind noch offen, etwa ob das BRK das Grundstück kauft oder zum Beispiel die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises (WLD). Entscheidungen sollen zu Jahresbeginn fallen. Im Januar 2023 soll die Einweihung gefeiert werden.

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