Ausbau von Solar- und Windenergie

Energiewende soll ein Mitmach-Projekt werden 

Windenergieanlage
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Reform der Erneuerbaren Energien soll entbürokratisiert und gefördert werden.

In der letzten Sitzungswoche vor der Weihnachtspause beschloss der Deutsche Bundestag die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und machte damit den Weg frei für einen stärkeren Ausbau von Solar- und Windenergie. Kommunen, Mieter und Besitzer von Altanlagen sollen profitieren.

„Nach schwierigen Verhandlungen mit unserem Koalitionspartner ist die Einigung bei der EEG-Reform ein positives Signal für den Klimaschutz und Rückenwind für unsere Kommunen und Bürger beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die Energiewende kann nur dann ein Erfolg werden, wenn wir den Ausbau von Solar- und Windkraft auch auf kommunaler Ebene und für private Anlagen so attraktiv wie möglich machen“, erklärte Michael Schrodi, SPD-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des Umweltausschusses. „Besonders am Herzen liegt uns auch die Förderung von privaten Solaranlagen und das Thema Mieterstrom. Die Energiewende soll ein Mitmach-Projekt werden bei dem Jeder profitieren kann“, sagte Schrodi weiter. Durch die EEG-Reform wird der solare Eigenverbrauch bis 30 kWp zukünftig vollständig von der EEG-Umlage befreit. Der Bereich Mieterstrom soll gefördert und entbürokratisiert werden, sodass sich künftig mehrere Parteien oder ein ganzes Quartier eine Erneuerbare-Energien-Anlage teilen können und die Vorteile des dort produzierten, günstigen Stroms auch bei Mietern ankommen.

„Wir wollen noch mehr erreichen. Wir haben deshalb bereits weitere Maßnahmen für das erste Quartal 2021 vereinbart“, kündigte der SPD-Bundestagsabgeordnete an. Ein neben dem EEG verabschiedeter Entschließungsantrag der Koalitionsfraktionen sieht unter anderem eine Anhebung der Ausbauziele für Windenergie an Land sowie Photovoltaik gegenüber der jetzigen EEG-Planung und eine schrittweise Absenkung der EEG-Umlage auf null mittels eines alternativen, haushaltsneutralen Finanzierungsmodells vor.

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