Gelebte Inklusion auf dem Reiterhof Gurtner

Bezirkstagspräsident Josef Mederer (links) überreichte Claudia Gurtner (Zweite von links) den WfbM-Integrationspreis 2020.
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Bezirkstagspräsident Josef Mederer (links) überreichte Claudia Gurtner (Zweite von links) den WfbM-Integrationspreis 2020. Mit auf dem Bild (von links): Bernd Gurtner, Manfred Sommersperger, Wallach Shamil, WfbM-Leiter Valentin Schmitt, Jobcoach Andreas Schmölz und Sabrina Kubitza.

Seit mittlerweile zehn Jahren verleiht das Franziskuswerk Schönbrunn (FWS) den Integrationspreis der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) an ein Unternehmen, das sich um die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung verdient gemacht hat.

Dieses Jahr ging der Preis an die Reitanlage Gurtner im Vierkirchner Ortsteil Ramelsbach. „Dieser Reiterhof ist für mich ein Leuchtturm der Inklusion. Menschen mit Behinderungen nehmen hier am normalen Leben teil. So geht Inklusion“, lobte Bezirkstagspräsident Josef Mederer die Inhaber der Reitanlage Gurtner, als er gemeinsam mit WfbM-Leiter Valentin Schmitt den Integrationspreis 2020 an Claudia und Bernd Gurtner überreichte.

„In den zehn Jahren Zusammenarbeit mit Familie Gurtner hat man immer das Gefühl, dass es ihnen eine Freude ist, Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Tätigkeit zur Verfügung stellen zu können. Die beiden WfbM-Beschäftigten Sabrina Kubitza und Manfred Sommersperger sind sehr gut in den Tagesablauf auf der Reitanlage eingebunden, sodass die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben für alle Kunden der Reitanlage immer präsent ist“, begründete Schmitt die Entscheidung für die Auszeichnung. Bernd Gurtner hob hervor, dass die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein ständiges Geben und Nehmen sei, von dem beide Seite profitieren würden.

Seit September 2010 beschäftigt die Reitanlage WfbM-Beschäftigte. Über die Jahre beschäftigten die Gurtners sechs Menschen mit Behinderung. Neben diesen dauerhaften Arbeitsplätzen stellen sie immer wieder Praktikumsplätze für interessierte Werkstattbeschäftigte zur Verfügung. Das Interesse im landwirtschaftlichen Betrieb mitzuarbeiten ist bei vielen Werkstattbeschäftigten besonders ausgeprägt. Der Umgang mit Tieren steht dabei oft im Vordergrund.

Ein ausgelagerter Arbeitsplatz (AAP) ist die Chance für einen Beschäftigten einer WfbM, in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes Berufserfahrung zu sammeln und seine Fähigkeiten und Kompetenzen einzubringen. Die AAPs sind bei der WfbM des Franziskuswerks Schönbrunn arbeits- und sozialversicherungsrechtlich angebunden, eigens geschulte Jobcoaches des Franziskuswerks sind Ansprechpartner vor Ort für die Betriebe. Derzeit arbeiten 37 Beschäftigte in unterschiedlichen Berufsfeldern im Landkreis Dachau und in München. Die Tendenz steigt.

Im Zuge dessen sind die Jobcoaches des Franziskuswerks Schönbrunn immer auf der Suche nach Betrieben, die Mitarbeiter mit Einschränkungen im Arbeitsleben eine Chance geben wollen. Ansprechpartner ist Valentin Schmitt, unter Telefon 08139/800-5001 oder per E-Mail an valentin.schmitt@schoenbrunn.de.

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