Gegen Flächenfraß, für Flächenschutz

Bund Naturschutz gegen Umgehungsstraße für Schwaberwegen

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Annemarie Räder bei ihrem Vortrag im Gasthof Eberherr

Der Bund Naturschutz lud zu einer Informationsveranstaltung im Zuge der Vorbereitung zum Planfeststellungsverfahren der Umgehungsstraße Schwaberwegen und Moos

Forstinning – Der Landesvorstand des Bund Naturschutz in Bayern kündigte im Januar in einer Presseerklärung konkrete Aktionen gegen den Flächenfraß und für mehr Flächenschutz an. Konkret wurden Aktionen gegen die Umgehungsstraßen von Erding, Vaterstetten und Forstinning genannt. Passend hierzu haben am letzten Sonntag die Orts- und Kreisgruppe sowie der Landesverbsand des Bund Naturschutzes zu einer Informationsveranstaltung zum Planfeststellungsverfahren bei der Umgehungsstraße Schwaberwegen und Moos im Gasthof Eberherr in Forstinning eingeladen. 

Die Ortsvorsitzende Eva Wirth konnte neben Regina Wegemann (Schatzmeisterin im Kreisvorstand des BNEbersberg) und Annemarie Räder (Regionalreferentin des BN für die Region Ingolstadt und München) über 40 Interessierte aus Forstinning und den Nachbargemeinden begrüßen. Wirth berichtete, dass die Umgehungsstraße zum ersten Mal um 1985 thematisiert wurde. Bereits damals habe sie mit Nachbarn über 600 Unterschriften gegen die Umgehungsstraße und für den Ebersberger Forst gesammelt.

Jetzt, nach über 30 Jahren, will das Straßenbauamt Rosenheim das Planfeststellungsverfahren zur geplanten Umgehungsstraße in Schwaberwegen und Moos noch im Januar 2019 starten. Aus diesem Grund wirbt der Bund Naturschutz bei der Bevölkerung um Unterstützung beim Kampf gegen den Prä- zedenzfall „Umgehungsstraße Schwaberwegen und Moos“ im Ebersberger Forst. Auch die Bürgerinitiative St2080 Schwaberwegen und Moos wurde eingeladen ein paar Worte zu sagen. Herr Wirth (Stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative) berichtete, dass trotz der zahlreichen ökologischen Verbesserungsvorschläge, die 2017 bei der Bürgerversammlung vorgetragen wurden, bis heute außer einer Geschwindigkeitsanzeige nichts umgesetzt wurde. 

Aber trotzdem wird immer noch mit dem Verweis auf die aktuelle gefährliche Situation eine Umgehungsstraße durch ein sehr wertvolles Waldareal im Ebersberger Forst geplant. Dieses Waldareal sei ein ganz besonderes Gebiet im Ebersberger Forst. So kann man hier neben einem Feuchtbiotop und einer Vielzahl von Biotopbäumen (ca. 40 pro ha), auch einen Wald wie er in der Vergangenheit war und wie er in Zukunft wieder sein soll, besichtigen. Im Anschluss berichtete die Regionalreferentin des BN, Frau Räder, über die Beteiligung des Bund Naturschutzes in Planungsverfahren und sicherte der Orts- und Kreisgruppe ihre Unterstützung beim Kampf gegen die Umgehungsstraße zu. Für einen wirkungsvollen Widerstand gegen die Umgehungsstraße durch den Forst ist die Zusammenarbeit von engagierten Gruppen und eine breite Unterstützung aus der örtlichen Bevölkerung – auch in finanzieller Hinsicht - wichtig. 

Aus diesem Grund rufen die Ort- und Kreisgruppe sowie der Landesverband des Bund Naturschutzes zu Spenden für den Kampf gegen die Umgehungsstraße Schwaberwegen und Moos auf. Es kann an die Kreisgeschäftsstelle EBE (IBAN: DE04 7025 0150 0000 888206) zweckgebunden und steuerlich absetzbar (Verwendungszweck: St2080-Ortsumfahrung Schwaberwegen und Moos) gespendet werden. Frau Wegemann berichtete erfreut, dass die ersten Spenden aus dem ganzen Landkreis

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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