Nach 20 Jahren Abschied in den Ruhestand

Servus, Herr Hauer!

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Die Kirchengemeinde und das Dekanat sind auf einem guten Weg“, sagt Jochen Hauer zum Abschied.

Dekan Jochen Hauer (65) wird am Sonntag, 2. Juni, gemeinsam mit Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler in der Freisinger Christi-Himmelfahrtskirche seinen Abschiedsgottesdienst feiern.

Region - Am 1. November 1999 trat Jochen Hauer sein Amt als Dekan in Freising an. Erst im Jahr zuvor, im Juli 1998, wurde der Dekanatsbezirk Freising, zu dem neben dem Landkreis Freising auch der Landkreis Erding und der nördliche Teil des Landkreises Ebersberg gehören, gebildet. Zum Sitz des Bezirkes wurde die Domstadt Freising bestimmt. Damals umfasste das Dekanat acht Kirchengemeinden und Pfarreien mit etwa 32 000 Gemeindegliedern.

Er gehe mit dem Gefühl, seine Aufgabe erfüllt zu haben 

Der damalige Inhaber der ersten Pfarrstelle in Freising, Pfarrer Wolfgang Deutsch, wurde zum ersten Dekan bestellt, ein gutes Jahr später trat Jochen Hauer dann seine Nachfolge an. „Die Aufgabe hat mich sehr gereizt. Etwas Neues aufbauen zu können und eine Struktur zu entwickeln, fand ich sehr spannend“, sagt Hauer. Nun, fast 20 Jahre später, gehe er mit dem Gefühl, dass er seinen Auftrag erfüllt habe: „Die Kirchengemeinden und das Dekanat sind auf einem guten Weg.“ Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem, die Gemeinschaft der Kirchengemeinden im neuen Dekanat zu stärken. Dieses vergrößerte sich in den vergangenen Jahren deutlich: Die Boomregion rund um den Flughafen zog immer mehr Menschen an, die hier arbeiten und wohnen. Damit stieg auch die Zahl der Gemeindeglieder deutlich an. Als Folge wurden zwei neue Kirchengemeinden – Eching und Poing – 2009 gegründet. Heute umfasst das Dekanat Freising zehn Kirchengemeinden mit mehr als 35 000 Gemeindegliedern. Jochen Hauer, ein gebürtiger Bamberger, entschied sich nach seinem Abitur, Theologie zu studieren. Er wuchs in einem christlich geprägten Elternhaus auf, sein langjähriges Engagement im Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) in Würzburg habe ihn dann letztendlich zu diesem Studium motiviert, sagt er. 

„Ich habe hier in den vergangen Jahren Wurzeln geschlagen“

Von 1978 bis 1980 war Jochen Hauer als Vikar in München tätig, danach arbeitete er vier Jahre lang als Pfarrer zur Anstellung in Waldkraiburg. Bevor er schließlich nach Freising kam, war Hauer 15 Jahre lang als geschäftsführender Pfarrer in Traunstein tätig. Der dreifache Vater und inzwischen dreifache Großvater wird Freising auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt nicht verlassen. „Ich habe hier in den vergangenen Jahren Wurzeln geschlagen“, sagt Hauer. Die Suche nach seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger beginnt bereits im März, dann wird die Stelle im Amtsblatt ausgeschrieben. Der Landeskirchenrat wird dann eine Kandidatin oder Kandidaten auswählen und diese oder diesen dem Wahlgremium, das sich aus dem Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Freising und dem Dekanatsausschuss zusammensetzt, vorstellen. Bis allerdings die Stelle tatsächlich wieder besetzt sein wird, wird noch einige Zeit vergehen. Denn erst muss das Pfarrhaus, in dem der zukünftige Dekan wohnen wird, noch renoviert werden.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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