Erschließungsarbeiten schreiten voran

Abwasserkanal für Lerchenwinkel in Poing fertiggestellt

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Der Abwasserkanal für den Lerchenwinkel in Poing

Bisher verlegte die VEMO 630 Kilometer Wasserleitungen und 656 Kilometer Abwasserkanäle - geplant sind neben freiverkäuflichen Häusern und Wohnungen, vor allem bezahlbare Mietwohnungen

Poing - Die Erschließungsarbeiten im Lerchenwinkel schreiten planmäßig voran. Es ist eine gute Nachricht: Die Erschließungsarbeiten im Lerchenwinkel liegen im Zeitplan und gehen zügig voran.

Noch vor Ostern wurde der Abwasserkanal für das neue Wohnquartier fertiggestellt und von den Bauexperten erfolgreich abgenommen. Nach der Vorschüttung der Erschließungsstraßen war dies der nächste Schritt zur Herstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur.

Unter der koordinierenden Begleitung des Projektleiters der ARGE Poing "Am Bergfeld", Helmut Sloim, und des bautechnischen Verantwortlichen der ARGE Poing "Am Bergfeld" Hans Peter Staudinger plante das Ingenieurbüro Blasy-Overland in Zusammenarbeit mit VEMO die Erstellung des Abwasserkanals. 

Die VEMO (Ver- und Entsorgung München Ost) übernahm bei der Erstellung die Gesamtkoordination der Erstellungsarbeiten und die Bauherrenfunktion und ist in Zukunft für den Betrieb der Anlage zuständig. Nachhaltige Daseinsvorsorge Die VEMO ist im Münchner Osten in 13 Gemeinden für die Abwasserentsorgung und deren Aufbereitung verantwortlich. 

Bisher verlegte die VEMO 630 Kilometer Wasserleitungen und 656 Kilometer Abwasserkanäle. Das weit verzweigte Kanalnetz leitet das Schmutzwasser aus den Versorgungsgebieten in die Kläranlage in Finsing, wo die VEMO das Wasser aufbereitet. 

Kanalanlage im Lerchenwinkel

 Im Lerchenwinkel wurde eine Kanalanlage über eine Länge von 1,7 Kilometer erstellt, in die häusliche Schmutzwasser eingeleitet werden. Regenwasser hingegen muss auf eigenen Grundflächen versickert werden. 

Die Schmutzwässer im Süden des Baugebiets werden über die Bergfeldstraße entwässert. Die Schmutzwässer im nördlichen Baugebiet werden ab dem zukünftigen Gymnasiums über den Nebensammler östlich des Baufelds entwässert. 

Der Abwasserkanal liegt ca. zwei bis vier Meter unter der Straßendecke und kann bis zu 70 Liter in der Sekunde an Schmutzwasser aufnehmen. Das entspricht einer Gesamtmenge an Wasser von 2 Millionen Liter pro Tag. Für die Kanalarbeiten wurden 4.500 Kubikmeter Erdreich ausgehoben.

Die Planungen für das Kanalnetz begannen bereits im April 2019. Nach deren Abschluss starteten die Bauarbeiten im November des gleichen Jahres und konnten im April 2020 abgeschlossen werden.

Gemeinschaftsprojekt Abwasserkanal 

An den Arbeiten waren neben der Vemo als Gesamtkoordinator und dem Büro Blasy Overland als Planer die Firma Glass GmbH Bauunternehmung für die Verlegung des Schmutzwasserkanals beteiligt und die Firma R. Schreiber (Bockhorn), die den Rohrvortrieb unter der Bergfeldstraße für den Anschluss an den bestehenden Kanal in der Bergfeldstraße bewerkstelligte, ohne die Bergfeldstraße gänzlich aufbrechen zu müssen. 

Dadurch konnte der Verkehr trotz Baumaßnahmen ohne größere Beeinträchtigung weiter fließen. Die nächsten Schritte In den kommenden vierzehn Tagen wird das Trinkwassersystem fertiggestellt und mit der Verlegung der Fernwärmeleitungen begonnen. "In Zeiten der Corona-Krise ist der Fortschritt der Erschließungsarbeiten ein sehr positives Signal. Dank der Mitarbeiter der ausführenden Firmen, die unter verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, weiter tätig sind, können die Voraussetzungen für günstigen und notwendigen Wohnraum ohne nennenswerte Verzögerungen geschaffen werden.", so Helmut Sloim, Projektleiter der ARGE Poing "Am Bergfeld". 

Um die Belastungen der Anwohner an der Bergfeldstraße so gering wie möglich zu halten, wurden in der Bauleitungsbesprechung eine weitreichende Entscheidung erneuert: "Wir haben alle Beteiligten angewiesen, mit ihren Baustellenfahrzeuge den Lerchenwinkel nicht über den Westring, sondern ausschließlich über die westliche Bergfeldstraße anzufahren. Damit wollen wir die Unannehmlichkeiten, die bei jeder Baustelle entstehen, möglichst reduzieren – ganz vermeiden können wir sie nicht. Für das Verständnis bedanken wir uns bei allen Poingern und wünschen jedem Einzelnen gute Gesundheit. Das ist in 2020 das wichtigste.", sagt Helmut Sloim. 

Im Lerchenwinkel werden neben freiverkäuflichen Häusern und Wohnungen, vor allem bezahlbare Mietwohnungen gebaut. Geplant ist auch ein Gymnasium für ca. 1.000 Schüler. Mit dem Lerchenwinkel setzt Poing seine nachhaltige und notwendige Entwicklung weiter fort und leistet mit dem neuen Quartier einen Beitrag für die Lebensqualität in der gesamten Region - ts

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