Anrainer des Flughafens

Weiterer SPD-Stammtisch zum Fluglärm

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Schon beim SPD-Stammtisch im Februar 2017 (unser Foto) stand das Thema „Fluglärm“ im MIttelpunkt.

Diskussion mit Lösungsansätzen zur Minderung

Markt Schwaben – Weil beim Februar-Stammtisch der SPD Markt Schwaben zu wenig Zeit für Diskussionen um Problemlösungen war, hatte der Ortsvorsitzende Manfred Kabisch das Thema Fluglärm bei der Zusammenkunft Anfang März noch einmal auf die Tagesordnung genommen. 

„Wir hatten damals über 80 Teilnehmer, davon viele Mandatsträger und etliche Bürgermeister zu Gast“, meinte er, „es blieb zu wenig Zeit, um Fragen zu beantworten!“ Leider musste der eingeladene Referent Balduin Koczynski kurzfristig absagen, er stellte allerdings sein Manuskript zur Verfügung. Schnell gab es mehrere unterschiedliche Vorschläge, die weiterverfolgt werden sollen. Den größten Raum nahm die Frage der Flugrouten ein. Balduin Koczynski, der am Flughafen tätig war, hatte auf die offiziellen Flugrouten hingewiesen. Tatsache sei, dass Flugzeuge häufig vor Erreichen des Funkfeuers Ottersberg bereits abdrehen und dadurch relativ niedrig über den Ortskern von Markt Schwaben fliegen.

 Mit den Erfahrungen und Ratschlägen eines ehemaligen Berufspiloten, der am Stammtisch teilnahm, gab es die Empfehlung festzustellen, ob das Funkfeuer überflogen oder lediglich passiert werden müsse. Davon abhängig wäre darauf einzuwirken, dass Piloten und Flugsicherung sich tatsächlich an die Vorgaben halten, das Funkfeuer zunächst einmal zu überfliegen, bevor sie ihre weitere Flugrichtung einschlagen. Wichtig für die Lärmentwicklung sind die Steigwinkel der Flugzeuge. Je schneller das Flugzeug steigt, umso höher überfliegt es die Ortschaften und verursacht geringeren Lärm. Erfahrungsgemäß können und wollen nicht alle Flugzeugtypen einen höheren Steigwinkel einschlagen. Es gab die Empfehlung, generell größere Steigwinkel zu fordern und Maschinen, für die das nicht möglich ist, auf die Flugroute mit dem weiten Bogen zu schicken. Das soll vor allem nachts vorgeschrieben werden. Eine weitere Empfehlung betraf die Attraktivität des Flughafens München. Die politisch Verantwortlichen sollten darauf einwirken, dass Abfertigungsgebühren allgemein und insbesondere für laute Flugzeuge nicht rabattiert, sondern angehoben werden. So könnte man alternative Verkehrsmittel auf Kurzstrecken oder den Umstieg auf neue Flugzeugtypen deutlich attraktiver machen. 

Bürgermeister Georg Hohmann erklärte, dass die offiziellen Statistiken über Flugbewegungen, wie sie bei der Februar-Veranstaltung gezeigt wurden, nicht mit der Wahrnehmung und beobachteten Flugbewegungen übereinstimmten. Werden für offizielle Statistiken ruhigere Zeitpunkte ausgewählt? Das könnte durch externe Überprüfungen geklärt werden, um eine klare Basis für die Lärmermittlung zu erhalten. Die Betroffenen wurden aufgefordert, die offizielle Beschwerdetelefonnummer anzurufen, wenn akute Lärmbelästigungen durch Überflüge vorliegen. Erfahrungsgemäß führe das zur Prüfung der beanstandeten Lärmquelle und gegebenenfalls auch zu einer Korrektur.wal

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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