1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Markt Schwaben

So aufspielen, wie es in den Sinn kommt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Das Percussion-Ensemble spielt „Blowin in the wind“. 	Foto: wal
Das Percussion-Ensemble spielt „Blowin in the wind“. Foto: wal

Beeindruckendes „Improkonzert“ der Musikschule bewies die Spontanität und Kreativität der Schüler und Lehrer

Markt Schwaben – Musik ist Präzision pur. Jeden einzelnen Ton, jede kleine Pause und den Rhythmus hat der Komponist penibel vorgeschrieben. Grundsätze, denen die Interpreten so perfekt nahe kommen wollen wie nur möglich. Es bleibt in der Regel kaum Raum für Freiheiten und persönliche Ansichten. Nicht so beim „Improkonzert – spontane Musik“ der Musikschule im Zweckverband Kommunale Bildung Markt Schwaben. Wie schon der Titel sagt war an diesem Abend Improvisieren Trumpf. Musik machen, so wie es gerade gefällt. Eigene Ideen einbringen, Abweichen vom vorgegebenen Weg und trotzdem dort ankommen wo die Zielflagge steht. Den Schülern und Lehrern der Musikschule ist das perfekt gelungen, in allen Bereichen der Musik. „Wir präsentieren heute die dritte Auflage dieser besonderen Art Musik zu machen“, sagte zu Beginn Wolfgang Ostermeier. Der Bezirksleiter der Musikschule für den Bereich Nord in Markt Schwaben betonte zu Beginn des abwechslungsreichen Konzertes, dass dies im Landkreis Ebersberg einmalig ist. Ebenso die Tatsache, dass hier nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch die Lehrer als Gruppe ohne Schüler auftreten werden. Dabei scheint Improvisation im Grunde gar nichts Besonderes zu sein, wie Hans Wolf später die Zuhörer aufklärte. „Improvisation ist weltweit die am meisten verbreitete Form Musik zu machen“, betonte der Leiter des Konzertabends, „ob in Afrika, Asien, oder etwa der Flamenco in Spanien!“ Schon zu Zeiten von Mozart und Beethoven habe es Mancherorts sogar offizielle Wettbewerbe idiomatischer Improvisation gegeben. Darunter verstehe man Improvisation im Rahmen gewisser Vorgaben. Beim Improkonzert der Musikschule Markt Schwaben waren insgesamt mehr als ein Dutzend Werke zu hören. Ob Filmmusik oder Blues, ob Jazz, Swing oder Boogie, es war für jeden Geschmack etwas dabei. Dabei kamen neben den überaus vielseitig und schwungvoll agierenden „Percussion Ensemble“ und dem „Lehrer Ensemble“ der Musikschule Solisten ebenso zum Zuge wie Duos und andere Besetzungen. Von Klavier bis Cello, Schlagzeug bis Keyboard war alles dabei. wal

Auch interessant

Kommentare