Ausbruch des Corona-Virus im Pflegeheim Walterhof in Markt Schwaben

Darstellung des Corona-Virus
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Das Virus ist im Pflegeheim in Markt Schwaben ausgebrochen

40 Bewohner des Walterhofs und 13 Mitarbeiter sind positiv getestet worden

Markt Schwaben - Eine 79-jährige Bewohnerin des Pflegeheims Walterhof in Markt Schwaben ist am Samstag, 24. Oktober, positiv getestet worden. Nach der Isolierung der Patientin wurde eine Reihentestung durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass von den 40 Bewohnern 30 positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Von den 20 untersuchten Mitarbeitern waren 13 positiv. Der Krisenstab wurde informiert sowie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und die Regierung von Oberbayern.

Wegen der hohen Anzahl an infiziertem Personal, auch der Küche, wurde die vorübergehende Essensversorgung über einen Caterer organisiert. Noch am Samstag, 31. Oktober, fand eine Begehung durch das Gesundheitsamt statt. Bei dem Besuch war keiner der Bewohner, die zwischen knapp 50 und 99 Jahren alt sind, in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Es wurde mitgeteilt, dass die erkrankte 79-jährige Bewohnerin inzwischen verstorben sei. Auch ein weiterer Bewohner (88 Jahre), der aus der Abstrichaktion am positiv getestet wurde, sei inzwischen in der Einrichtung verstorben. Noch am Samstag wurden im Rahmen einer Begehung von Gesundheits- und Landratsamt bei den 10 noch nicht infizierten Bewohnern Schnelltests durchgeführt, die weitere 4 positive Befunde ergaben. Die nicht infizierten Bewohner wurden als KP 1 Personen im Erdgeschoss der Einrichtung von den infizierten Bewohnern getrennt. Im 1. und 2. Obergeschoss sind die infizierten Bewohner untergebracht. Wegen der schwierigen Personalsituation wurden am Samstag, 31. Oktober, weitere 2 Kontrollen durch das Landratsamt durchgeführt, jeweils zum Schichtwechsel.

Der Krisenstab hat die Bundeswehr mit einem Hilfeleistungsantrag um Unterstützung beim Betrieb des Heimes gebeten, für den Fall, dass der Träger die Betreuung der Bewohner alleine nicht sicherstellen kann. Auch der Pflegepool Bayern wurde auf Empfehlung des BRK um Hilfe gebeten. Warum sich das Virus in dieser Einrichtung unbemerkt so stark ausbreiten konnte, ist noch exakt zu klären. Der Krisenstab berät am Montag, 2. November, über das weitere Vorgehen. Landrat Robert Niedergesäß bedankte sich bei den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes, des Landratsamtes sowie bei den Unterstützern des BRK und der Bundeswehr für die tatkräftige Unterstützung, der alle Mitwirkenden das gesamte Wochenende bei diesem außerordentlichen Einsatz gebunden und die Leistungsfähigkeit im Krisenfall erneut unter Beweis gestellt hat. - Evelyn Schwaiger/Landratsamt Ebersberg

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