Neue Planungen angefordert

Bahnhofumbau in Markt Schwaben verzögert sich

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Bisher nur über Treppen zu erreichen: Die Bahnsteige in Markt Schwaben.

Wegen neuer Planungen zum Umbau- und Ausbau des Markt Schwabener Bahnhofs verzögert sich der Beginn der Bauarbeiten. Der Grund ist, dass neben der Barrierefreiheit auch Gleisausbau und Gleisneubau für mehrere Projekte berücksichtigt werden müssen. 

Markt Schwaben - Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Markt Schwaben und der dortige Bau eines zusätzlichen Bahnsteigs können nicht, wie geplant, in Kürze starten. Zwar steht seit Ende letzten Jahres der erweiterte Ausbau der Bahnstrecke von München über Mühldorf nach Freilassing fest. Aber in Verbindung mit dem angestrebten S-Bahn-Ausbau zwischen München-Ost und Markt Schwaben sind infrastrukturelle Veränderungen für den Umbau in Markt Schwaben sinnvoll. Auf Basis dieser Überlegungen haben sich Freistaat und Bahn entschlossen, zusätzliche Planungen für die Gleis- und Bahnsteiganlagen im Bahnhof Markt Schwaben anfertigen zu lassen. 

„Wir bedauern diese Verzögerung, aber wir erkennen einen deutlichen größeren Nutzen und eine wirtschaftlichere Verwendung von Steuergeldern, wenn die weiteren Ausbauideen jetzt in die Planungen integriert werden“, so ein Sprecher der Deutschen Bahn. 

Mehrere Projekte kommen zusammen 

In Markt Schwaben laufen mehrere Bahnprojekte zusammen: Das sind zum einen der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs, ein zusätzlicher Bahnsteig im Rahmen der netzergänzenden Maß- nahmen für die 2. Stammstrecke und die Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing (ABS 38) Erfreulicherweise hat der Bund im November 2018 eine deutliche Erweiterung des Projekts ABS 38 vorgenommen, die auch die Zweigleisigkeit zwischen Tüßling und Freilassing sowie den Ausbau zwischen Markt Schwaben und Ampfing auf eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h vorsieht. Die dadurch entstehende höhere Attraktivität der Strecke erfordert am Ostkopf des Bahnhofs Markt Schwaben ein zusätzliches Überwerfungsbauwerk (Kreuzungsbauwerk). Durch das Bauwerk sollen ein späterer viergleisiger Ausbau der Strecke zwischen München Ost – Markt Schwaben sowie der zweigleisige Teilausbau der S2 Richtung Erding ohne gegenseitige Beeinflussung ermöglicht werden. 

Trennung von Regional und S-Bahnverkehr 

So könnte auch der Mischbetrieb von S-Bahnzügen und Regional- und Güterzügen getrennt werden. Das könnte Verspätungen minimieren, zusätzliche Zugfahrten ermöglichen und den Betriebsablauf aller Züge verbessern. Auf der anderen Seite hätte das Überwerfungsbauwerk zur Folge, dass die Bahnsteige am Bahnhof Markt Schwaben anders genutzt werden müssten. Die S-Bahnen kommen dann nicht mehr am Gleis 4 und 5 an, sondern an einem anderen Bahnsteig. Das hätte Höhen- und Längenanpassungen an den Bahnsteigen zur Folge. Aktuell soll nun geprüft werden, welche Auswirkungen der Bau des Überwerfungsbauwerks genau haben würde. Erst dann wird das Projekt aufgenommen. Mehr Infos unter www.abs38.de

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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