Schädlinge im Garten

Befall durch Buchsbaumzünsler

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Die gefräßigen Raupen schädigen und zerstören die Buchskulturen.

Die Raupen haben schon massiven Schaden in Europa angerichtet - wie die Ausbreitung des Schädlings verhindert werden kann

Region – Ein kleiner Schädling namens Buchsbaumzünsler (Schmetterling) hat in Europa, Baden-Württemberg und Ostdeutschland massive Schäden bis hin zur Vernichtung ganzer Kulturen angerichtet. 

Es handelt sich um einen Schädling, der vermutlich aus Asien eingeschleppt wurde und keine natürlichen Feinde hat. Er ist nachtaktiv, klebt seine Eier an die Unterseite der Buchsbaumblätter, die sich schnell zu gefräßigen Raupen entwickeln, die Buchskulturen schädigen beziehungsweise leerfressen und selbst die Rinde zerstören.

Aus den Raupen werden wieder Schmetterlinge, sodass je nach Witterung bis zu drei Populationen im Jahr möglich sind. Befallene Pflanzen sehen meist beige-gelblich aus, haben kaum noch Blätter und sind häufig von den Raupen eingespinnt. Die Schädlinge sind in der Regel bis zu fünf Zentimeter lange, grüne, schwarz gepunktete Raupen.

Ausbreitung verhindern

Um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern, ist das rechtzeitige Erkennen des Befalls ist extrem wichtig. Beim ersten Befund kann die Buchsbaumhecke mit einem starken Wasserstrahl (Gartenschlauch) gewaschen werden, die Raupen fallen anschließend zu Boden. 

Diese sind einzusammeln und in einem luftdicht verschlossenen Beutel in den Restmüll zur thermischen Entsorgung zu geben. Bei kleinen Bäumchen kann ein Präparat mit dem Bakterium „bacillus thuringiensis“ angewandt werden. 

Die Bakterien zerstören die Haut der Raupen, stellen jedoch ein Insektizid dar und sollte nur sehr gezielt und sparsam verwendet werden. Sollten die abgestorbenen Pflanzen entsorgt werden, können diese ausschließlich in luftdicht verpackten Säcken über den Restmüll thermisch entsorgt werden. 

Dies verhindert die Ausbereitung des Pflanzenschädlings. Keinesfalls dürfen die Pflanzenreste in die Biotonne oder auf den Kompost gegeben werden. Nach einem Befall kann ein Rückschnitt vor der völligen Zerstörung bewahren. Algenkalk soll Berichten zufolge einem Befall vorbeugen und den Schaden bei Befall verringern.

Als Zusatz zur Restmülltonne können Müllsäcke im Rathaus erworben werden. Zwei Kubik Pflanzenmaterial kann am Wertstoffhof in Markt Schwaben kostenpflichtig beim Rest- und Sperrmüll abgegeben werden; größere Mengen ebenfalls kostenpflichtig am Entsorgungszentrum an der Schafweide in Ebersberg. 

Weiterhin besteht die Möglichkeit, kleinere Mengen - gehäckselt - beim Komposthof Peis gegen Gebühr abzugeben. Hier wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten. Aufgrund des derzeitigen Umbaus des Bauhofs beziehungsweise Wertstoffhofs ist es aus Platzgründen nicht möglich, einen Sondercontainer für befallene Pflanzen aufzustellen. Für einen maßvollen Einsatz von Insektiziden wird eine Beratung im Fachhandel vorgeschlagen.  Sabrina Biertz

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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