Öffentlicher Nahverkehr

Bessere Busverbindungen in Poing

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Die Auswertung der Bürger- und Fahrgastbefragung hat wichtige Anhaltspunkte geliefert – der öffentliche Nahverkehr wird ausgebaut

Poing – Der Verkehrsvertrag des PPA-Linienbündels läuft zum 11. Dezember 2021 aus, weshalb die MVV-Regionalbuslinien 460, 461, 462 und 464 in der Aufgabenträgerschaft der Gemeinden Poing, Pliening und Anzing (PPA) im Jahr 2020 neu ausgeschrieben werden müssen. 

Am 12. Dezember 2021 beginnt der neue Vertrag. Für ihn gilt eine Laufzeit von acht Jahren. Die Auswertung einer Bürger- und Fahrgastbefragung, die im Rahmen der derzeit laufenden Erstellung des Nahverkehrplans für den Landkreis Ebersberg durchgeführt wurde, lieferte wichtige Anhaltspunkte für die Beurteilung der derzeitigen Anbindung der Gemeinden durch den MVV-Regionalbusverkehr. 

Seitens der Poinger Bürger wird die Anschlusssituation bemängelt sowie eine Ausweitung der täglichen Betriebszeiten gewünscht. Die fehlende Nord-Süd-Verbindung innerhalb der Gemeinde ist darüber hinaus ein wichtiges Anliegen zahlreicher Bürger.

Auch würde man eine Busverbindung zur Messestadt begrüßen. In Poing ist allerdings die generelle Zufriedenheit mit dem Regionalbusangebot signifikant besser als in Pliening und den restlichen Landkreisgemeinden. Aufbauend auf den Ergebnissen der Befragung, der Auswertung von Fahrgastzahlen, Analysen der Pünktlichkeit sowie weiterer Beobachtungen, ist von der Verwaltung in enger Abstimmung mit dem MVV ein Fahrplanvorschlag für das PPA-Linienbündel erarbeitet worden.

Das vorgesehene Maßnahmenpaket sieht folgendes vor: 

Linie 460 – Gegenläufiger Verkehr mit zwei Fahrzeugen; Takt 40 in der Hauptverkehrszeit (HVZ), Takt 60 in der Nevenverkehrszeit (NVZ) und am Samstag; Routenführung über Grub (S) Nord für Anschluss zur S-Bahn sowie nach Poing Süd zur Nord-Süd-Verbindung in Poing. 

Linie 461 – Taktung und Taktlückenschluss; Takt 40 in HVZ, Takt 60 in NVZ und am Samstag sowie Routenführung nach Poing Nord zur Nord-Süd-Verbindung in Poing. 

Linie 462 – Fahrzeitprofil bei alternativer Anbindung von Angelbrechting anzupassen sowie ein morgendlicher Taktlückenschluss. 

Linie 464 – Bleibt wie bisher. Neue Linie (468) – Verbindung zwischen Poing Nord und Süd: Poing (S) Süd – Rathaus – Polizei – Schulzentrum – Poing (S) Nord – Stahlgruber – West – Mitterfeldring – Poing (S) Süd; Takt 30 Minuten von Montag bis Freitag. 

Zudem sollen die Fahrmöglichkeiten von Montag bis Samstag bis circa 24 Uhr ausgedehnt werden. All diese Maßnahmen kosten natürlich Geld. Der MVV nennt für das Paket Kosten zwischen 1,15 und 1,28 Millionen Euro pro Jahr, die von Poing, Pliening und Anzing zusammen getragen werden müssen. 

Den Hauptanteil trägt Poing. Sollte es bei den bestehenden Fahrplänen bleiben, belaufen sich die Kosten zwischen 450.000 und 520.000 Euro.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 25. Juli einstimmig das Vorabbekanntmachung angenommen. Damit kann der Ausschreibungs-Prozess eingeleitet werden und die MVV GmbH die erforderlichen Schritte unternehmen. fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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