Grünes Licht vom Sonderausschuss

Zustimmung für Betreibergesellschaften

Freiflächen Photovoltaikanlage in Haus bei Markt Schwaben im Winter
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Die Photovoltaikanlage in Haus bei Markt Schwaben soll künftig in eine Betreibergesellschaft umgewandelt werden

Das EBERwerk plant, je eine Betreibergesellschaft für eine Photovoltaikanlage und für ein Batteriespeicher-Projekt zu gründen. Hierfür braucht es die Zustimmung der Stadt- und Gemeinderäte. Markt Schwaben gab hierfür jetzt grünes Licht 

Markt Schwaben – Grünes Licht für die Gründung von Bürgerbeteiligungen für zwei Betreibergesellschaften der EBERwerk GmbH erteilte der Sonderausschuss des Markt Gemeinderats Markt Schwaben bei seiner letzten Sitzung. Dabei ging es konkret um zwei Projekte. Zum einen der Gründung einer Betreibergesellschaft für die Photovoltaik-Anlage in Haus bei Markt Schwaben, zum anderen um eine Betreibergesellschaft für ein Stromspeicherprojekt an selbigen Standort.

Das EBERwerk ist ein Zusammenschluss von 19 Kommunen im Landkreis, um die Stromnetze im Landkreis zu kommunalisieren und die Energiewende im Landkreis umzusetzen. Markt Schwaben hält 9,3 Prozent der Anteile. Eine wie jetzt ins Auge gefasste Betreibergesellschaft kann nur die Gesellschafterversammlung von EBERwerk gründen. Dort sind die in der Regel die jeweiligen Bürgermeister vertreten. Und diese können nur aufgrund eines Mandats des Stadt- oder Gemeinderats einen Beschluss fassen. Mit der Gründung von Betreibergesellschaften, an der sich zum Beispiel Bürger beteiligen können, erhofft sich das EBERwerk neben zusätzlichem Kapital auch eine Beschränkung des Risikos auf die jeweilige Betreibergesellschaft als auch die Einbindung und die Akzeptanz von Bürgern. Dabei gab es hinsichtlich der Betreibergesellschaft für die PV-Anlage in Haus keinerlei Widersprüche. Es sei gut, die Bürger an diesen Projekten zu Beteiligen, sagte Manfred Kabisch von der SPD.

Etwas kontroverser wurde das Projekt eines Batteriespeichers diskutiert. Dieser könnte der erste seiner Art im Landkreis Ebersberg werden. Zusammen mit der Firma Vispiron aus München soll die Anlage realisiert werden. Würde bei der Photovoltaik-Anlage 51 Prozent der Anteile beim EBERwerk bleiben, so sei geplant, dass beim Batteriespeicher die Firma Vispiron 67 Prozent des Eigenkapitals stellen würde. „Für mich hört sich das nicht nach Rekommunialisierung an“, sagte Florian Delonge von der FDP. In der Wirtschaft seinen Kooperationen manchmal notwendig, erwiderte Dr. Markus Henle, Geschäftsführer des EBERwerks. „Die Kooperation mit Vispiorn ermöglicht uns, in das Batteriegeschaft einzusteigen“, so Henle. Man müsse eben vertraglich festlegen, dass keine Beschlüsse gefasst werden, die dem Interesse der Kommune entgegenstehen, wie von Marktgemeinderat Sascha Hertel von der ZMS befürchtet. Letztendlich erteilte der Sonderausschuss Bürgermeister Michael Stolze das Mandat für die Zustimmung zu den Betreibergesellschaften. Für Stolze ein gutes Ergebnis: „Mit dem Batteriespeicherprojekt können wir hier im Landkreis inoviative Projekte vorantreiben.“ sc

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