Erfindergeist

Ein Biertragltragl fürs Radl

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Hans Feckl (l.) und Stefan Roglmeier mit ihrem Tandem, an dem natürlich für jeden ein Tragl Bier hängt

Die beiden Studenten Hans Feckl aus Preisendorf und Stefan Roglmeier aus München waren es leid, immer die schweren Bierkästen zu schleppen, so war Erfindergeist war gefragt

Forstern/Preisendorf – Eigentlich wollten sie sich einen Bierkastenträger fürs Fahrrad kaufen, fanden aber keinen. So dachten sie sich, warum nicht einen selber basteln. Gesagt getan, vom Fach sind sie ja, beide studieren Maschinenbau in München. Der Aufsatz für den Radlgepäckträger ist aber nicht nur für Bier geeignet. Es lassen sich alle handelsüblichen Getränkekisten damit transportieren. Eine befreundete Maschinenbaufirma half ihnen einen Prototypen zu bauen. Mittlerweile sind sie bei der sechsten Version angelangt und „die passt jetzt aber“, so Hans Feckl aus Preisendorf. 

Ganz so einfach war es nämlich nicht, herauszufinden, wie tief die Hacken sein müssen, an dem das Biertragl ohne am Rad zu schubbern hängen kann, denn jeder Gepäckträger ist anders. „Wir bauten einen, der verstellbar ist und der passt auf jeden Träger von 11 - 14 cm, erklärt Stefan Roglmeier aus München, der zweite des Erfinderduos. 150 Vorbestellungen haben sie mittlerweile auf Kickstarter, einer US-amerikanischen Crowdfunding-Plattform. Aus zwei Teilen besteht der Aufsatz und ist komplett aus Edelstahl mit Pulverbeschichtung. Das war ihnen wichtig, denn wenn das Radl Wind und Wetter ausgesetzt ist, soll nichts zum Rosten anfangen. Und ebenfalls war ihnen wichtig, das alles hier in Bayern produziert wird. Es gab auch schon einen Erfinderpreis mit 2000 Euro. Mit Managementfragen sind sie ebenfalls nicht allein. Die Hochschule an der sie beide studieren begleitet das junge Start Up noch bis Ende des Jahres. Alle zwei Wochen gibt es eine Art Coaching mit Tipps und Tricks aus der Geschäftswelt. 

50 der Träger kauften ihnen schon Freunde und Bekannte ab, so kamen sie überhaupt auf die Idee, daraus ein kleines Geschäft zu machen. Die Serienfertigung beginnt in den nächsten Tagen und wer einen solchen Biertraglradlträger namens funcoo haben möchte, bestellt ihn am besten auf der Webseite vor. Kosten wird funcoo 49 Euro. „Funcoo ist die Basisplatte, es wird demnächst noch einen Einkaufskorb zum Einhängen geben“, erzählt Feckl nicht ganz ohne Stolz. Man sieht, die beiden sind schon richtige Geschäftsmänner. Angesprochen auf die viele Arbeit eines solchen Start Ups, schmunzeln beide und Roglmeier bestätigt, dass seine freien Wochenenden doch ein wenig dünn gesät sind seit dem. Mehr von den beiden und ihrem funcoo Träger gibt es auf www.funcoo.de - tt

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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