Kommunalwahl

Bürgermeisterkandidaten stehen Markt Schwabenern Rede und Antwort 

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Fair und in freundlicher Atmosphäre - so lief die Podiumsdiskussion in Markt Schwabens Theaterhalle ab.

So war die Podiumsdiskussion zwischen den vier Bürgermeisterkandidaten von Markt Schwaben

Markt Schwaben – Sich Herausforderungen stellen und Lösungen finden – der wohl meist gesprochene und versprochene Satz am Sonntagmittag in der Theaterhalle. Vor maximalem Auditorium stellten sich die Bürgermeisterkandidaten Michael Stolze (SPD und Freie Wähler), Raphael Brandes (Die Grünen), Sascha Hertel (ZMS) und Frank Eichner (CSU) den Fragen des Moderators sowie des Publikums.

Zuvor hatten viele wieder den Heimweg antreten müssen, denn der Ansturm auf die Theater­halle war zu groß, als dass alle interessierten Bürger Platz gefunden hätten. 

Zum Glück hatte der Veranstalter – die Kolpingfamilie Markt Schwaben – dies vorausgeahnt. Ein Livestream ins Internet und in den Schulungsraum der Feuerwehr ermöglichte auch außerhalb der Halle ein Mitverfolgen. 

Mit Klaus Kandl­binder stand ein humorvoller Moderator auf der Bühne, der die zweistündige Veranstaltung durch klare Sprechzeiten bestens im Griff hatte. Nach einer Vorstellungsrunde der Kandidaten durften diese sich zu vorbereiteten Fragen äußern. 

Die Themen reichten von Ideen für eine Ortsentwicklung oder für die prekäre Finanzlage der Marktgemeinde über Vorschläge zur Verbesserung der Infrastruktur bis hin zu Vorhaben bezüglich Integration, Ehrenamt oder dem Umgang mit ortsansässigen Vereinen. Wer Neuigkeiten, die über bisherige Ausführungen der Kandidaten hinausreichten, erwartete oder auf kontroverse Ansichten wartete, wurde enttäuscht. 

Bürgerbeteiligung für die Entwicklung des Ortes, die Erstellung eines Konzepts, um maßvoll und kontrolliert einem Ziel entgegen zu gehen und nicht mehr gezwungen zu sein, nur reagieren zu müssen – das wollen alle Kandidaten bei einem Wahlsieg umsetzen. 

Einzelne Ideen, die das individuelle Profil der Bewerber unterstrichen, blitzen jedoch auch hin und wieder auf. So blieb der Wunsch nach einem Jugendrat, den Sascha Hertel äußerte, hängen – ähnlich dem Konzept des Seniorenrates. 

Man müsse der Jugend bereits bevor sie offiziell wählen dürfen, eine Stimme verleihen, so sein Wunsch. Frank Eichner hingegen würde für mehr Transparenz gerne Abstimmungen in Marktgemeinderatssitzungen namentlich notieren und veröffentlichen lassen. 

Raphael Brandes sprach sich für eine koordinierende Stelle für Vereine und Ehrenamt im Rathaus aus und Michael Stolze betonte die Wichtigkeit des sozialen Wohnungsbaus.

Als dann das Publikum an der Reihe war, herrschte wieder Einigkeit: Das Schwimmbad, bzw. ein Schwimmbad, wollen alle erhalten, dem Breitensport soll genug Platz und Zeit in den Turnhallen gegeben werden, Städtepartnerschaft wird gefördert und gerne ausgebaut und Jugendprojekte wie der Bauwagen bleiben bestehen. 

Auch wenn also die Veranstaltung politisch gesehen keine neuen Offenbarungen bereithielt und leider entgegen des Veranstaltungstitels „Podiumsdiskussion“ nur Statements zu hören waren, so bot sich doch die Möglichkeit, die Bewerber im Vergleich zu erleben – Eloquenz, Auftreten und Sympathiefaktor sind ja auch entscheidend. gre

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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