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Bürgerversammlung in familiärer Atmosphäre

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Vor der Sportlerehrung war der Bürgersaal brechend gefüllt, danach gingen rund 50 Jugendliche nach Hause. © wal

Plieninger übten nur unwesentlich Kritik

Pliening – Josef Gandl appellierte dafür, dass der Wertstoffhof Pliening deutlich länger geöffnet wird und mit den Wertstoffinseln die Schandflecke aus der Gemeinde verschwinden. „Das ist so einfach nicht zu lösen“, sagte Georg Rittler. Es war der einzige Diskussionspunkt der Bürgerversammlung Pliening. Es war die elfte und letzte während seiner Amtszeit als Bürgermeister.Traditionell begann Rittler mit der Sportlerehrung, insgesamt über 60 ausnahmslos junge Aktive wurden mit Urkunden und einem Präsent bedacht. Es waren vier Fußballmannschaften des TSV Pliening-Landsham dabei, aber auch ein erst neun Jahre alter Motocross-Fahrer, Cheerleader-Mädchen, Baseball-Spieler, Springreiter, Tennisspieler und Rock’n Roll Tänzer (wir berichten noch). Fast alle Sportlerinnen und Sportler hatten den Bürgersaal längst verlassen, als Rittler seinen Tätigkeitsbericht mit Ausblick präsentierte. „Am Jahresanfang sah es noch recht gut aus“, meinte der Rathauschef mit Blick auf die Finanzen der Gemeinde, „der Rücklagenbestrand hat damals die Schulden noch überstiegen“. Doch mit dem Ankauf des Brennereigeländes seien die Schulden auf 2,87 Millionen Euro bei nur 1,43 Millionen Euro Rücklagen gestiegen. Das sei für die Gemeinde eine neue Situation, es werde aber nicht lange so sein, betonte Rittler. Durch die Ausweisung von Bauland auf gemeindeeigenen Grund in Landsham mit beabsichtigtem Verkauf erschlossener Parzellen soll in absehbarer Zeit wieder Geld in die Gemeindekasse fließen. Dann werde auch die Verschuldung je Einwohner, die von zuerst 283 Euro auf derzeit 522 Euro gestiegen sind, wieder deutlich sinken.Das Brennereigrundstück in Landsham wird demnächst zum Dorfplatz umgestaltet. Der Gemeinderat habe diesen Beschluss ebenso einmütig gefasst wie viele andere wichtige Weichenstellungen. Der öffentliche Nahverkehr wird mit Inkrafttreten des Winterfahrplanes ausgeweitet, im Stundentakt werden dann auch samstags Busse zur S Bahn fahren. Ob die Fortführung des Breitband-Ausbaues, die Realisierung einer Urnenwand im Gemeindefriedhof oder die Aktion „Austausch alter Heizungspumpen“ bezüglich der Energiewende. „Die Gemeinde ist in vielen Punkten aktiv, die oft nicht gesehen werden“, behauptete Rittler. Sichtbar fortgeschritten ist der EDEKA-Markt, er soll am 5. Dezember 2014 seine Türen öffnen. Dran bleiben will man auch an der Realisierung der Umgehungsstraße.Neben viel Lob für die gelungenen Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Festjahr „1200 Jahre Pliening“ mit historischen Festzug, Festgottesdienst und dem übrigen Rahmenprogramm verwies der Bürgermeister auf noch ausstehende Termine wie dem Stefani-Ritt in Lands- ham und dem feierlichen Abschluss am Sonntag, 12. Januar 2014 im Zuge des Neujahresempfangs. Rittler ging auch auf die Asylbewerber-Wohnraumbeschaffung ein. „Wir haben bis heute noch niemand aufgenommen“, sagte er, „die bereitgestellte Wohnung im Rathaus wurde abgelehnt“. Er appellierte an die Bürger, freien Wohnraum zur Verfügung zu stellen, die Miete bezahle das Landratsamt.wal

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