Umwelt

Der Bund Naturschutz Ortsgruppe Pliening pflanzt Pappelallee nach

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Die fast vollständige Allee an der St_2082

Der Bund Naturschutz Ortsgruppe Pliening hat sich lange eingesetzt, um die Pappelallee an der St 2082  bei Pliening-Landsham-Neufinsing nachzupflanzen

Pliening – Es ist lange her, da war es selbstverständlich dass links und rechts neben den Straßen ein Naturraum in Form von Grünzügen, Hecken und/oder Bäumen bestand. Das waren die grünen Bänder durch das ganze Land. Biotope und Transferstrecken für Vögel, Insekten und Kleintiere und für „die Schönheit der Natur“ als eigener Wert. 

Heute würde man sie gerne wieder mehr haben, als Klimaschützer, als CO2-Killer, als Sauerstoffspender, als Staubfilter, als Wind- und Sonnenschutz. Ein immer noch unterschätztes Multitalent, das dem Menschen nur Gutes tut. Der Idealfall ist und wäre die Allee, wie sie noch zu bewundern ist als mittlerweile geschütztes Naturdenkmal auf Rügen, oder auch noch vor Jahrzehnten auf der St 2082 bei Pliening-Landsham-Neufinsing. 

Die Pappelallee war lange Zeit fast durchgehend vorhanden, ist aber mehr und mehr aus Sicherheitsgründen „ausgedünnt“ worden. Die Pappel ist, wie man heute weiß, kein idealer Straßenbaum, weil er bei Stürmen schnell zum Brechen neigt. Die Allee wurde über die Jahrzehnte zu einem sehr löchrigen Einzelbaumbestand entlang dieser Strecke. Der BUND Naturschutz, Ortsgruppe Pliening, hat seit 2015 daran gearbeitet, den Behörden die Idee einer „Allee“ wieder schmackhaft zu machen. Mit den Versuchen waren wir sicher nicht alleine und vielleicht musste auch erst die Zeit sich zur (Klima-) Krise ändern. 

„Wir hatten uns daher entschlossen, einen letzten Anlauf zu machen und bei der Behörde in Rosenheim um einen Gesprächstermin gebeten. Am 6. Juni vergangenen Jahres konnten wir im Rahmen eines sehr angenehmen Gespräches mit der Behördenleitung existierende Pläne einsehen und letztendlich das Versprechen mitnehmen, dass sie umgehend mit den zu beteiligenden Behörden den Prozess wieder aufnehmen und das Projekt so schnell wie möglich umsetzen werden. Ein glücklicher Tag für uns und die Natur“, so der erste Vorsitzende des Bund Naturschutzes Franz Höcherl.

Schon Anfang April war das Werk vollendet. 60 Spitzahorn Bäume wurden auf vier Gruppen verteilt gepflanzt. Überdies hinaus auch noch circa 100 Meter Heckengehölz. Es ist zwar keine Allee mehr geworden, sondern versetzte Baumreihen, aber der BN respektiert es sehr als richtiges Zeichen der Zeit. Ein über Jahrzehnte zerstörtes Naturhabitat wird den Menschen und Tieren in Teilen wieder zurückgegeben. „Wir danken auch allen Stellen und Behörden, die ebenfalls ihren Einfluss zum Gelingen des Projektes geltend gemacht haben“, dankt Höcherl - Bund Naturschutz

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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