Pandemie

39 Corona-Infektionen im Landkreis Ebersberg - neues Konzept vorgestellt

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Die Grafik zeigt die Fälle von Corona in den jeweiligen Gemeinden

Der Landkreis hat jetzt seine Vorgehensweise bei den Corona-Tests in einem neuen Konzept dargestellt. Besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, wie Mitarbeiter von Alten- und Behinderteneinrichtungen, mobilen Pflegediensten und in der Kreisklinik haben die Möglichkeit, sich wöchentlich testen zu lassen. 

Landkreis - Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 26. Mai, insgesamt 39 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. 100 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 501 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 457 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben. 

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt im Landkreis aktuell bei 2.81. In der Kreisklinik werden drei infizierte Patienten behandelt. Einer liegt auf der Intensivstation und muss dort beatmet werden. Es gibt 10 Verdachtsfälle.

Infizierte in den Gemeinden:

Anzing: 0 Aßling: 0 Baiern: 0 Bruck: 0 Ebersberg: 27 Egmating: 0 Emmering: 1 Forstinning: 2 Frauenneuharting: 0 Glonn: 0 Grafing: 1 Hohenlinden: 0 Kirchseeon: 0 Markt Schwaben: 0 Moosach: 0 Oberpframmern: 0 Pliening: 0 Poing: 4 Steinhöring: 0 Vaterstetten: 3 Zorneding: 1

Am Montag, 25. Mai 2020 wurden über das Diagnostikzentrum 22 Menschen untersucht.

Der Landkreis hat jetzt seine Vorgehensweise bei den Corona-Tests in einem neuen Konzept dargestellt, das in der vergangenen Woche erarbeitet wurde. Bereits bisher wurden im Landkreis Ebersberg teils deutlich mehr Menschen aktiv getestet als das die Empfehlungen des RKI vorgeben und als es in anderen Regionen umgesetzt wurde, u.a. auch in Asylunterkünften. Um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen noch besser zu schützen, erhalten entsprechend eingesetzte Mitarbeiter in Alten- und Behinderteneinrichtungen, bei mobilen Pflegediensten und in die Kreisklinik die Möglichkeit sich wöchentlich testen zu lassen. 

Das entspricht auch der neuen Strategie, die Ministerpräsident Söder verkündet hat. Bisher sind nur sehr vereinzelt Infizierungen in den Einrichtungen aufgetreten und konnten rechtzeitig erkannt und isoliert werden. Der Landkreis hat hier sehr frühzeitig aktiv Kooperationen angeboten und durchgeführt. Sei es bei der Einrichtung von Isolierbereichen, bei Materialengpässen etc.. Vorrang vor dem Screening hat allerdings immer die Fallbearbeitung, wenn eine Covid-19-Erkrankung bestätigt wird. Im Focus des Konzepts sind außerdem die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie die Schulen und die Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis.

Landrat Robert Niedergesäß: „Corona ist noch lange nicht vorbei, auch wenn das Infektionsgeschehen aktuell erfreulicherweise sehr gering ist. Bisher haben wir das Virus sehr erfolgreich in Schach gehalten. Und es ist uns gemeinsam gelungen, Ausbrüche zum Beispiel in Alten- und Pflegeeinrichtungen in unserem Landkreis zu verhindern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heime haben hier Großartiges geleistet und tun das noch.“ - Schweiger

(Stand: 26. Mai 2020)

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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