Pandemie

Coronafälle im Landkreis Ebersberg: "Niedrigster Stand seit 25. März"

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Die Grafik zeigt die Coronafälle in den jeweiligen Gemeinden

Das Landratsamt spricht von "einer positiven Entwicklung, die derzeit zu verzeichnen ist"

Landkreis - Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 5. Mai , 68 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt befinden sich aktuell 191 Kontakt-Personen im Landkreis Ebersberg in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 463 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 390 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben. Damit ist der niedrigste Stand seit 25. März erreicht.

In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 5. Mai , acht infizierte Patienten behandelt, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen dort beatmet werden. Es gibt 22 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt. 

Infizierte in den Gemeinden

Anzing: 0 Aßling: 1 Baiern: 0 Bruck: 0 Ebersberg: 25 Egmating: 0 Emmering: 1 Forstinning: 2 Frauenneuharting: 0 Glonn: 1 Grafing: 4 Hohenlinden: 0 Kirchseeon: 2 Markt Schwaben: 1 Moosach: 4 Oberpframmern: 0 Pliening: 1 Poing: 5 Steinhöring: 1 Vaterstetten: 13 Zorneding: 7

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Ebersberg lag gestern bei 19.7, vor einem Monat am 4. April betrug dieser Wert noch 80.91. Er zeigt die Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Und bildet die positive Entwicklung ab, die derzeit zu verzeichnen ist und die wohl auf die verschiedenen Maßnahmen zurückzuführen ist, mit denen die Übertragungsmöglichkeiten von Mensch zu Mensch für das Virus stark eingeschränkt werden.

Gestern haben 124 Landkreisbürger am Bürgertelefon angerufen. Man erreicht es täglich unter der Nummer (08092) 823 680. Beim telefonischen Beratungsangebot für Betriebe und Unternehmen waren 13 Anrufe zu verzeichnen. Die Nummer dafür: (08092) 823 685. An die Trauerhotline haben sich zwei Anrufer gewandt.

Das Landratsamt befindet sich derzeit im Katastrophenmodus. Das bedeutet, dass viele Mitarbeiter – am vergangenen Donnerstag waren es z.B. 190 - in anderen Arbeitsbereichen eingesetzt sind. Viele Arbeitsfelder sind zur Bewältigung der Pandemie neu etabliert worden, die Bürgertelefone etwa, die aufwändige Ermittlung von Kontaktpersonen oder anderweitigen Arbeiten zur Unterstützung des Gesundheitsamtes, die in Zusammenhang mit der Bewältigung der Pandemie anfallen. 

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FÜGK) braucht Personal um ihre vielfältigen Aufgaben erledigen zu können. Einige konkrete Beispiele: Die Beschaffung und Lagerhaltung von Schutzmaterialen, Einrichtung und Koordinierung des Diagnostikzentrums, Einrichtung Hilfskrankenhauses. In der FÜGK werden die jetzt erforderlichen Entscheidungen, ob bei juristischen oder medizinischen Fragestellungen bearbeitet und die Kooperation mit den übergeordneten Katastrophenschutzbehörden wird koordiniert. 

Der Krisenstab trifft sich täglich mit Fachberatern und Vertretern von wichtigen externen Organisationen und Institutionen wie der Kreisklinik, der Polizei, des THW und BRK etc.., außerdem mit dem Versorgungsarzt und dem ärztlichen Leiter der FÜGK. Besonders im Fokus stehen dabei Altenheime, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen. Für sie wurde ein Pandemieplan erstellt. 

In fast jeder Einrichtung im Landkreis war es möglich Isolierstationen einzurichten - mit der Unterstützung von Landratsamt, THW, eines ehrenamtlich engagierten Architekten. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt auf  Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber und andere Einrichtungen, in denen viele Menschen zusammenleben. Die Liste der Aufgaben ist lang und ändert sich täglich etwa, wenn wie kürzlich geschehen in einem größeren Betrieb Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet werden.

Landrat Robert Niedergesäß: „Heute in der Pressekonferenz hat Ministerpräsident Söder die bisherige Ausgangsbeschränkung in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Es freut mich, dass sich nun, wo der Muttertag vor der Tür steht, die Familien wieder treffen können. Auch die Erleichterungen in der Gastronomie, Biergartenbesuche ab 18.5. und Lokalbesuche ab 25.5. werden – zwar unter Einschränkungen – aber immerhin wieder möglich sein. Mit den bisher sehr gut umgesetzten Abstands- und Hygieneregeln haben es die Bürgerinnen und Bürger geschafft, das Virus zurückzudrängen und ich hoffe sehr, dass das auch so bleibt“ - evs

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