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Drei Kandidaten buhlen um Bürgermeistersessel

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Magdalena Föstl, CSU-Ortsvorsitzende und Kreisbäuerin 	Foto: wal
Magdalena Föstl, CSU-Ortsvorsitzende und Kreisbäuerin Foto: wal

Markt Schwaben

(wal) – Der Wahltermin steht mit Sonntag, 13. März 2011, fest und die Kandidaten für den nächsten Bürgermeister auch: Magdalena Föstl (CSU), Georg Hohmann (SPD) und Joseph Riexinger (Freie Wähler). Alle drei müssen allerdings noch von ihren Parteien offiziell nominiert werden, um den Vorgaben des Wahlgesetzes gerecht zu werden. Bis Mitte Januar werden diese Formalitäten erledigt sein und der heiße Wahlkampf kann endlich beginnen. Glaubt man den Diskussionen und Mutmaßungen in Markt Schwaben, dürfte das Ergebnis überaus spannend werden. Keinem der drei Kandidaten wird dabei zugetraut, gleich im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen auf sich vereinen zu können. Das würde bedeuten, dass alle wahlberechtigten Bürger zwei Wochen später noch einmal an die Urnen gerufen werden müssten. Bleibt die Frage offen, nach welchen Kriterien die Wähler entscheiden, im Gemeinderat sind die Kräfteverhältnisse zumindest sehr ausgeglichen. Ohne den noch amtierenden Bürgermeister mitzurechnen, verfügt die SPD über acht, die CSU über sieben und die Freien Wähler über sechs Gemeinderäte. Dazu kommen zwei Gemeinderäte der Grünen und ein fraktionsloser Gemeinderat (ehemals in der CSU beheimatet). Aus dieser Konstellation heraus wird der künftige Bürgermeister oder Bürgermeisterin ebenso parteiübergreifend agieren müssen wie Bernhard Winter. Der hat es übrigens bisher abgelehnt, seinen SPD-Freund Georg Hohmann in dessen Wahlkampf aktiv zu unterstützen. Magdalena Föstl (CSU) hat sich als Erste entschieden, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Sie ist seit 2007 Ortsvorsitzende der CSU Markt Schwaben und seit 2002 stellvertretende Landrätin. Von 1996 bis 2002 war Föstl eine Periode lang im Marktgemeinderat und seit 2002 unter anderem für den Landkreis Ebersberg Kreisbäuerin, Mitglied des Kreistages und stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende. Die Kandidatin der CSU wurde in Steinhöring geboren, ist in Markt Schwaben verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Magdalena Föstl ist mit Leib und Seele Bäuerin, gelernte Bankkauffrau und Hauswirtschafterin. „Wenn ich zur Bürgermeisterin gewählt werde möchte ich das Amt der Kreisbäuerin abgeben“, hat Föstl bereits verlauten lassen. Georg Hohmann (SPD) hat mit seiner Kandidatur zunächst etwas gezögert, wurde aber dann von seinen Parteigenossen ermutigt doch anzutreten. Der freiberuflich tätige Projektmanager glaubte zunächst, im Ort zu wenig bekannt zu sein. Nach genauerer Überlegung sei er zum Schluss gekommen, dass dies nicht zwangsläufig ein Nachteil für ihn sein müsse. „Markt Schwaben hat rund 12.500 Einwohner, es ist längst eine Zuzugsgemeinde“, lautet die Überlegung von Hohmann, „zu den echten ‚Schwoberern‘ gehören höchstens 4000 Leute.“ Die übrigen 8500 seien nicht so sehr mit dem Ort verwurzelt und würden den Bürgermeister nach dessen Qualifikation und weniger nach der Bekanntheit wählen. Joseph Riexinger (Freie Wähler) hat sich erst nach dem Heiligen Abend für seine Kandidatur entschieden. Als aktueller Gemeinderat hat er von den drei Kandidaten mit Abstand die meiste aktuelle kommunalpolitische Erfahrung. Riexinger ist Friseurmeister und Unternehmensberater, er sieht sich als „Mann der Mitte“ aufgeschlossen, flexibel und unabhängig von jeglicher Parteipolitik. Seine Kandidatur wurde vom zuständigen Ausschuss der Freien Wähler einstimmig vorgeschlagen.

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