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Drei neue Bürgermedaillen-Träger in Poing

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Bürgermeister Albert Hingerl (2. v. l.) mit den Geehrten (v. l.) Hans Morgenstern, Karin Kölln-Höllrigl und Michael Gütlich
Bürgermeister Albert Hingerl (2.v.l.) mit den Geehrten (v.l.) Hans Morgenstern, Karin Kölln-Höllrigl und Michael Gütlich. © wal

Neujahrsempfang wurde musikalisch von „accordeonissimo“ umrahmt

Poing – Äußerst gut besucht und von vielen guten Wünschen für das Jahr 2016 begleitet war der Neujahrsempfang in Poing, zu dem traditionell die politische Gemeinde gemeinsam mit beiden großen, christlichen Kirchen in die Anni-Pickert-Schule eingeladen hatte. Um die Versorgung der zahlreichen Gäste kümmerte sich der Frauenbund, musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Akkordeonorchester „accordeonissimo“ mit Monika Sauer. Im Mittelpunkt der Begegnung aber standen drei besondere Poinger Persönlichkeiten, denen der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dezember 2015 für ihr besonderes Engagement zum Wohle der Gemeinde die Bürgermedaille zuerkannt hatte: Karin Kölln-Höllrigl, Hans Morgenstern und Michael Gütlich. Die Würdigung ihres Wirkens hatte Bürgermeister Albert Hingerl als Höhenpunkt und Abschluss der Veranstaltung gesetzt. Den Reigen der Neujahrsreden eröffnete nach der ausführlichen Eröffnung mit Musik und Begrüßung Pfarrer Michael Holzner (katholisch). Dabei begab er sich sogar auf die politische Bühne und warf die Frage auf, warum die Europäische Union bei der Bankenkrise oder Griechenlandhilfe zu schnellen Entscheidungen gekommen sei, in der Flüchtlingsfrage aber zu gar keinem Ergebnis fähig sei. „Welche Werte prägen mich?“ fragte er mit Bezug auf das Schicksal der Asylbewerber. Sein evangelischer Amtsbruder Michael Simonsen stellte die gesellschaftlichen Veränderungen in den Mittelpunkt seines Beitrages. Er mahnte zur Demokratie und ihren Werten, warnte vor Polarisierung und rief zur Offenheit gegenüber den Flüchtlingen auf. Man müsse bei der Integration nach Schnittmengen suchen, auch wenn Offenheit gegenüber Asylbewerbern gewiss nicht immer einfach sei. Bürgermeister Albert Hingerl, der für alle Mitwirkenden im Helferkreis Dankesurkunden vorbereitet hatte, ging zunächst auf Veränderungen in seiner Gemeinde 2015 ein. Das einst so beliebte Gasthaus Liebhart wurde abgerissen, hier soll ein Neubau mit 16 Wohnungen, einer Gaststätte und Räume für gemeindliche Nutzung entstehen. Verschwunden ist auch das ehemalige Hotel Strasser, die Baulücke wird ebenfalls mit Wohnungsbau wieder geschlossen. Als Höhepunkte im Jahr 2015 bezeichnete Hingerl neben der Grundsteinlegung für ein neues Schulzentrum im Zauberwinkel auch jene für die neue katholische Kirche „Pater Rupert Mayer“. Nicht zufriedenstellend seien hingegen Planungen zur Realisierung der Bahnunterführung in der neuen Ortsmitte verlaufen. „Seit 1995 sind wir faktisch keinen Schritt weitergekommen“, kritisierte er, „im Zuge des geplanten barrierefreien Ausbaus aller S-Bahnhöfe könnte der Baubeginn im Jahr 2018 Wirklichkeit werden!“ Unter großem Beifall wurden schließlich die Bürgermedaillen überreicht (wir berichten noch ausführlich).

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