Carsharing

Drittes Auto für die Autoteiler – neuer Stellplatz am S-Bahnhof in Poing

+
Die Poinger Autoteiler-Initiative freut sich über ihren neuen Opel Corsa: Yvonne Großmann, Claudia Steger und Matthias Knopf (v.l.)

Poing – Seit einigen Tagen besitzt die Poinger Autoteiler-Initiative e.V. (www.carsharing-poing.de) ein drittes Auto: einen chiliroten Opel Corsa. Der Neuwagen hat 75 PS, ist bestens ausgestattet – mit Parkpilot hinten, Frontkollisionswarner, Infotainment-System und zahlreichen anderen Extras. Eigentlich hätte er schon Ende April geliefert werden sollen, aber durch die Corona-Einschränkungen verzögerte sich die Auslieferung auf Ende August. Der neue Corsa bekommt den wettergeschützten Parkplatz im Parkhaus am S-Bahnhof Poing. Der kleine Fiat Panda zieht auf einen neuen Parkplatz an der Margeritenstraße 21 um. Das große Familienauto, der Skoda Roomster, bleibt am Seewinkel-Center. Der Poinger Carsharing-Verein wurde 2006 gegründet und konnte letzte Woche das 29. Mitglied begrüßen. 

Auch die Gemeinde Poing ist seit der Gründung als ideelles Mitglied dabei. Von 2014 ab nutzen Gemeindemitarbeiter die Carsharing-Autos im Rahmen der nunmehr aktiven Mitgliedschaft der Gemeinde. Außerdem hat sie den neuen Parkplatz vor der Margeritenstraße 21 mit dem seit der StVO-Novelle vom Frühjahr gültigen Schild als offiziellen Carsharing-Parkplatz ausgewiesen. Autoteilen ist ein wichtiger Baustein der Verkehrswende. Es trägt dadurch zur Verkehrsvermeidung bei, dass das Auto bewusster und weniger für Kurzstrecken genutzt wird. Die „klassische“ Zielgruppe sind alle, die im Alltag zu Fuß, per Fahrrad oder mit den Öffentlichen unterwegs sind und ein Auto nur ab und an für Ausflüge oder Großeinkäufe brauchen. 

Außerdem Familien, in denen ein Partner täglich das Familienauto für die Arbeit benötigt und der andere gelegentlich gern ein weiteres für Besorgungen hätte. Aber auch für kleinere Firmen und Selbstständige kann es interessant sein, wenn nur unregelmäßig auswärtige Kundenbesuche oder Materialeinkäufe anstehen. Ökologisch orientierte Firmen beweisen mit einem Carsharing-Auto, dass es ihnen mit dem Umweltschutz ernst ist. Da ein Carsharing-Auto im Durchschnitt zehn private Autos ersetzt, werden weniger Parkplätze benötigt und Ressourcen für die Produktion geschont. Außerdem ist es günstiger, da sich die Teilnehmer die Fixkosten wie Abschreibung und Versicherung teilen. Das Carsharing in Poing kostet 0,34 Euro pro Kilometer und 0,10 Euro pro Viertelstunde. Im Rahmen einer dreimonatigen Schnuppermitgliedschaft kann man es ohne weitere Kosten testen. Bleibt man dabei, so kommen 50 Euro Aufnahmegebühr, eine Einlage von 350 Euro (die man beim Austritt zurückbekommt) sowie ein Monatsbeitrag von 10 Euro dazu - fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare