Neubau auf dem Jahnsportplatz

Ein langwieriges Projekt: das neue Schulhaus in Markt Schwaben

Grafik Schulneubau für die Grund- und Mittelschule Markt Schwaben
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Eine der größten und demnach auch teuersten ist der Schulneubau für die Grund- und Mittelschule, plus Mittagsbetreuung und Dreifach-Turnhalle.

Laut, teuer, aber nötig: das neue Schulhaus auf dem Jahnsportplatz in Markt Schwaben

Die Gemeinde Markt Schwaben war und ist dieses Jahr mit Baustellen reich gesegnet. Eine der größten und demnach auch teuersten ist der Schulneubau für die Grund- und Mittelschule, plus Mittagsbetreuung und Dreifach-Turnhalle. Aber die Gemeinde ist hier finanziell nicht alleine, der Staat schießt ordentlich was dazu. Der Bauantrag für das Schulzentrum, welches bis zu 1.100 Schülern Platz bieten soll, wurde am Anfang des Jahres noch von Alt-Bürgermeister Georg Hohmann eingereicht und im April wurde die Baugenehmigung erteilt.

Die Gesamtkosten belaufen sich mittlerweile weit über der bei der Ausschreibung genannten Kostenschätzung und liegt jetzt bei circa 70,8 Millionen Euro brutto. Vom Staat gibt es rund 35 Millionen Euro Zuschuss dazu. Das Projekt befindet sich derzeit parallel in vier Leistungsphasen: Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung der Vergabe , plus Objektüberwachung. Nächstes Jahr im April sollte das Vergabeprozedere abgeschlossen sein, wie auf dem Zeitstrahl der verschiedenen Planungs- und Bauphasen zu erkennen ist (Bild). Die Gemeinde hat für die Bürger extra eine Internetseite eingerichtet, auf der die Baustelle live verfolgt werden kann. Unter www.markt-schwaben.de/schulneubau gibt es neben allgemeinen Fragen zum Beispiel auch ein Zeitraffervideo des Neubaus.

Mitte Juli begann der Bau und im September sollte es eine Auftaktveranstaltung zum Schulneubau geben, der aber aufgrund der aktuellen Lage nicht durchgeführt wurde. Man hofft, Informationsveranstaltungen im Rahmen des Richtfestes oder später zur Einweihungsfeier gestalten zu können. Bürgermeister Stolze freut sich jetzt schon, wenn diese Großbaustelle dann endlich fertig ist, „aber das wird ja noch mindestens zwei Jahre dauern“. Der Neubau wird voraussichtlich Ende Juni 2023 fertig sein. Nicht nur für die Gemeinde ist das eine Kraftanstrengung organisatorisch und auch finanziell.

Auch die anliegenden Bürger bekommen die Baustelle hautnah mit. So hieß es im September in einer Pressemeldung aus der Gemeinde, dass vor allem durch die Arbeiten der Bohrpfahlwände Geräusche auftreten, bzw. auch mit Schaltgeräusche beim Entleeren des Bohrgutes aus den Bohrkronen zu rechnen ist. Starke Vibrationen im Untergrund waren ebenso möglich. Bis Mitte 2021 sind außerdem Krangeräuschen, lauten Betonmischer-Pumpengeräuschen, Kreissägen und Metallbaugeräuschen möglich. Fahrzeuge wie Bagger, LKWs „sind kontinuierlich“ zu erwarten, aber nur in der erlaubten Bauzeit von 7 Uhr – 20 Uhr werktags, heißt es in der Gemeindemitteilung.

Als Erleichterung für die Anwohner und Lehrkräfte wurde am Wittelsbacherweg/Wallbergstraße ein Ausweichparkplatz mit 18 Stellplätzen für PKW und 20 Stellplätzen für Transporter eingerichtet. Letztes Jahr Anfang Dezember fand auf dem Jahnsportplatz (Bild) das letzte Fußballspiel statt. Von da an ging es Schlag auf Schlag mit der Veränderung des Rasenplatzes. Der Aufschrei war groß in der Gemeinde, war der Sportplatz doch lieb Kind von vielen, sogar eine Unterschriftenliste gab es gegen den Schulbau auf diesem Platz. Letztendlich siegte doch der Wunsch nach einem anständigen Schulhaus für die Schüler. - tt

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