Keine Mehrheit für Einbahnstraße

Einbahn-Entscheidung „Alte Bräuhausgasse“ vertagt

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Die vorgeschlagene Einbahnregelung der Verwaltung fand im UVSK keine Mehrheit.

Jetzt soll der Marktgemeinderat entscheiden

Markt Schwaben – Der Ärger um die getroffene Einbahnregelung in der Alten Bräuhausgasse und dem enorm zugenommenen Verkehrsaufkommen in der parallel verlaufenden Färbergasse (wir berichteten mehrfach) reißt in Markt Schwaben nicht ab. Deshalb hat Katrin-Maria de Laporte von der Rathausverwaltung als zuständige Sachgebietsleiterin in Absprache mit dem Bürgermeister das Thema auf die Tagesordnung der UVSK-Sitzung gesetzt.„Der positive Effekt der neuen Regelung macht sich deutlich zu bemerkbar“, sagte sie zu Beginn, „die Straße ist ruhiger geworden, es wird nicht mehr so schnell gefahren“. Manche Unbelehrbare würden zwar immer noch gegen die Einbahnstraße fahren, aber die neue Verkehrssituation werde zunehmend akzeptiert. Anders verhält es sich mit der Färbergasse, die leider von vielen Autofahrern als Schleichweg benutzt wird. Die enge Straße sei für so viel Verkehr und dort parkende Fahrzeuge nicht geeignet, Schäden an Gartenzäunen seien eine der unangenehmen Folgen. Dazu komme die Gefahr für Schulkinder und das rund acht Mal höhere Verkehrsaufkommen. De Laporte legte entsprechende Zahlen vor und meinte abschließend, dass diese neue Situation dan Anliegen nicht zuzumuten sei. Deshalb habe sie einen Beschlussvorschlag ausgearbeitet, der auch die Färbergasse als Einbahnstraße in Süd-Nord-Richtung vorsehe. Diese Regelung sollte zusammen mit der Alten Bräuhausgasse zunächst bis Ende des Jahres gelten und dann neu bewertet werden.In der Diskussion des Umwelt-, Verkehr-, Sozial- und Kulturausschuss (UVSK) wurde bald deutlich, dass mit dieser Lösung nicht alle zufrieden waren. „Wir sollten das nicht ändern, wir wollen doch ein komplettes Verkehrskonzept für die Umgebung Marktplatz“, sagte Andreas Stolze (Freie Wähler). Für die Umkehrung der Einbahnreglung mit Hindernissen, die zu langsameren Fahren zwingen, plädierte Tobias Vorburg (Grüne). Elfriede Gindert (CSU) forderte die Aufhebung der Einbahnregelung um Autofahrer lange Wege um den Marktplatz herum zu ersparen. Markus Klamet (SPD) wiederum forderte die Beibehaltung der Regelung um im Dezember klare Erkenntnisse zu haben. „Wenn wir die Färbergasse zur Einbahnstraße machen verlagern wir den Verkehr auf die Neusatzer Straße, vorbei an den Schulen“, warnte Monika Schützeichel (CSU). Ihr Parteikollege Georg Holley konnte sich einen Seitenhieb auf die Hintergründe der damaligen Ratsentscheidung, die Einbahn von Süden nach Norden zu führen, nicht verkneifen. „Wir wurden vom angeblichen Bürgerwillen verschaukelt!“ sagte er. Albert Hones (CSU), der die Sitzung als Zweiter Bürgermeister gleich über fünf Vorschläge abstimmen. Mit 1:9 Stimmen abgelehnt wurde die Idee, die Färbergasse für den Durchgangsverkehr komplett zu sperren.Mit 3:7 Stimmen abgelehnt wurde der Vorschlag, die Einbahnrichtung der Alten Bräuhausgasse umzukehren und am nördlichen Ende Hindernisse einzubauen. Mit 5:5 Stimmen abgelehnt wurde die Aufhebung der Einbahnregelung ebenso wie die Absicht, auch die Färbergasse zur Einbahnstraße zu machen. Einstimmig wurde hingegen der Vorschlag von Albert Hones angenommen, den Tagesordnungspunkt zurückzustellen und im Markgemeinderat „auf breiterer Basis“ erneut zu beraten.wal

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