Natur

Eine Führung durch die Natur in Forstinning

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Über Stock und Stein – Bei der Pfennigparade konnten die Teilnehmer die tolle Landschaft Forstinnings genießen

Forstinning – „Und jetzt nicht zudrücken, sondern ganz ruhig die Hand schließen. Keine Angst, die Biene sticht nicht!“ Wirklich? Die Dame jedenfalls konnte nicht weglaufen, als Richard Hörl ihr mit schelmischem Grinsen das Insekt in die Hand gesetzt hat. Sie sitzt im Rollstuhl und um es gleich zu sagen: Die Biene war eine Drohne und hat keinen Stachel. 

Aber wer konnte das wissen? Es war ein spannender Ausflug, den die Forstinningerin Jenny Wimmer, FSJlerin bei der Pfennigparade Vivo GmbH Forum am Luitpold in München, für ihre Wohngruppe organisiert hat. Spannend für alle Beteiligten: Sieben Rollstuhlfahrer und neun Begleitpersonen, davon mehrere ohne besondere Erfahrung im Rollstuhlschieben. 

Auch spannend für Richard Hörl, der noch nie eine solche Gruppe über seinen Naturpfad geführt hat und nicht ganz sicher war, ob es über Stock und Wurzelwerk funktionieren wird. Ganz abgesehen von den Haselmäusen, Siebenschläfern und Bienenvölkern, die bei dem Rundgang in ihren Nistplätzen aufgestöbert wurden. 

Wer schon einmal eine Führung mit dem erfahrenen Imker und leidenschaftlichen Naturfreund Richard Hörl gemacht hat, weiß, dass er viel zu erzählen hat und dass es keine Sekunde langweilig ist. 

Dieses Mal war sein Publikum aber besonders aufmerksam. Ein Ausflug mit Rollstühlen ist aufwändig, auf unbefestigten Wegen am Waldrand entlang vielleicht auch nicht sonderlich bequem. 

Aber bei schönstem Wetter einmal raus aus der Stadt, den Wald und die Lebendigkeit der Natur hautnah genießen - das war für die fünf Männer und zwei Frauen mal etwas anderes. Es war nicht schwer für Jenny ihre Mama, Angie Wimmer, Gemeinderätin und Vorstandsmitglied bei „Mach mit“ ins Boot zu holen. 

Die hat flugs etliche Helfer und Helferinnen vom Verein „Mach mit“ und der Nachbarschaftshilfe Forstinning zusammengetrommelt. So waren nicht nur genügend Personen dabei, die einen Rollstuhl schieben, sondern es standen auch Kaffee und etliche Kuchen für einen gemütlichen Ausklang bereit, bevor es dann noch eine besondere Aufgabe gab: Ein Bienenvolk war ausgeschwärmt und musste eingefangen werden. 

Die Pfennigparade Vivo GmbH, Forum am Luitpold benötigen weiterhin ehrenamtliche Helfer, um solche Erlebnisse möglich zu machen. Mehr Infos gibt es online unter www.pfennigparade. Christine Reichl-Gumz

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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