Neuanfang in Poing

Eine Traglufthalle auf dem Volksfestplatz?

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Wird hier hier auf dem Poinger Volksfestplatz eine Halle für Flüchtlinge aufgestellt?

Möglichkeiten für Flüchtlingsunterkünfte werden geprüft

Wohin mit den unzähligen Asylbewerbern? Täglich kommen Tausende nach meist lebensgefährlicher Flucht aus Kriegsgebieten über die Grenze nach Bayern. Kommunen suchen händeringend nach zumutbaren Unterkünften, Schulturnhallen müssen umgebaut werden um zumindest eine vorübergehende Notaufnahme zu schaffen. Die Halle der Seerosenschule (Sonderpädagogisches Förderzentrum) Poing ist schon seit Monaten besetzt. Gerade wird in Markt Schwaben die Dreifachturnhalle nahe dem Franz-Marc-Gymnasium umgebaut und mit rund 200 Betten hergerichtet. Im neuen Containerdorf hinter dem Bauhof Markt Schwaben sind seit vergangener Woche bereits 30 Frauen, Männer und Kinder untergebracht, weitere werden folgen. Wie geht es aber in Poing weiter? Neben der Turnhalle leben Flüchtlinge im alten Pfarrhaus und in kleinen Gruppen in weiteren Häusern. Nun wird fieberhaft ein möglichst bereits erschlossenes Grundstück gesucht, wo kurzfristig eine Traglufthalle aufgebaut werden könnte. Auch als „winterfestes Quartier“ für weitere Asylsuchende. „Wenn es keine andere Lösung gibt, wären wir zu Verhandlungen mit dem Landratsamt bereit“, hieß es in der Sitzung des Gemeinderates vergangene Woche, „das muss aber alles noch genau geprüft werden!“ In Frage käme der Volksfestplatz Am Hanselbrunn, direkt neben dem gemeindlichen Baubetriebshof. Doch die Würfel sind noch längst nicht gefallen. Denn Bürgermeister Albert Hingerl und die Mehrheit des Gemeinderates sieht vorher noch den Freistaat Bayern als Eigentümer geeigneter Grundstücke im Bereich der Landesanstalt für Landwirtschaft (lfl) in Grub in der Pflicht. Angeblich wurden in Frage kommende Areale entlang der Senator-Gerauer-Straße bereits geprüft, entschieden ist allerdings noch nichts. Denn es muss die Frage beantwortet werden, wie schwierig die Erschließung ist. Denn in so einer Traglufthalle mit bis zu 300 Menschen und mehr müssen auch entsprechende sanitäre Anlagen vorhanden sein. Auch auf anderen Flächen wie etwa auf dem Betriebsgelände von OCÈ wäre das Aufstellen einer solchen Halle als Drehkreuz zur Weitervermittlung von Flüchtlingen denkbar. Bürgermeister Hingerl gab sich zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit Lösungen gefunden werden. „Zur Not auch auf dem Volksfestplatz“, hat er gesagt. Allerdings nur vorübergehend, das beliebte Volksfest und andere Veranstaltungen auf dem Areal sollen deshalb nicht ausfallen müssen. Dabei ist von weiterhin steigenden Zahlen ankommender Flüchtlinge die Rede. Laut Kalkulation vom Landratsamt könnten es bis zum Jahresende 1757 Menschen werden, vielleicht aber auch deutlich mehr.

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