Jubiläum

Eiserne Hochzeit in Pliening

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Das Jubelpaar Frieda und Josef Högl mit (hinten v. l.) Tochter Brigitte, Bürgermeister Roland Frick, Enkelin Barbara und Urenkelin Anna.

70 Jahre sind Frieda und Josef Högl verheiratet – viele Gratulanten schauten vorbei, darunter Landrätin Magdalena Föstl und Bürgermeister Roland Frick

Pliening – Fast 70 Jahre ist es her, dass sich Frieda und Josef Högl auf dem Tanzboden in einem Lokal in Neufahrn (Niederbayern) zum ersten Mal sahen. Dass daraus ein lebenslanges Glück werden könnte, haben die beiden damals schon geahnt. 

Ihre standesamtliche Trauung fand am 2. Juni 1954 in München statt, am Tag darauf gab es in ihrer Heimat in Niederbayern auch noch den kirchlichen Segen für die gemeinsame Zukunft. 

Dies startete das junge Paar allerdings in München, denn dort waren die beruflichen Aussichten besser. Frieda Högl arbeitete in ihrem Beruf als Schneiderin, der gelernte Zimmermann Josef Högl war beim Bau vom Sylvenstein­speicher als seine erste Arbeitsstelle dabei. 

Er konnte beobachten, wie damals die Häuser der Ortschaft Fall in den Fluten des künstlichen Sees verschwanden. Später wurde er zum Polier ausgebildet, er war auf vielen Großbaustellen in München und Umgebung aktiv.

Ihr Glück wuchs weiter, als im Jahr 1956 Tochter Brigitte das Licht der Welt erblickte. Auf der schwierigen Suche nach einem Bauplatz für ein eigenes Häuschen wurde die kleine Familie in Pliening fündig. 

Unter Mithilfe von Arbeitskollegen und Freunden bauten Frieda und Josef Högl mühsam ihr neues Zuhause. „Wir haben alles komplett selber gemacht, es war viel Arbeit“, erinnert sich das Jubelpaar, „aber bereut haben wir das nie!“ Es blieb trotzdem noch Zeit, sich in der Nachbarschaft, in Vereinen und Gemeinde zu integrieren. 

Ob Trachtenverein, Musikkapelle Gelting oder in Ottersberg bei der Schützengesellschaft, das Ehepaar Högl war und ist in immer gerne gesehen. Die Seniorennachmittage der Gemeinde Pliening gehören auch dazu. „Da bringe ich immer selbstgebackenen Kuchen mit“, erzählt Frieda Högl. Zu den Leidenschaften des Jubelpaares gehört der schöne Garten und in der Vergangenheit schöne gemeinsame Reisen in die halbe Welt. 

Der wichtigste Ankerpunkt aber ist die Familie, vor allem die jüngeren Generationen. Da gibt es die beiden Enkeltöchter Carina und Barbara, sowie die rund zwei Jahre alte Urenkelin Anna. „Es ist nie langweilig“, berichtet das Jubelpaar, „wir lesen täglich genau die Ebersberger Zeitung oder gehen am Wochenende zu Veranstaltungen“. 

Dieser Tage kommen noch Besuche dazu, die zur Eisernen Hochzeit gratulieren. Wie die stellvertretende Landrätin Magdalene Föstl und Bürgermeister Roland Frick. Der überbrachte zusätzlich persönliche Glückwünsche von Ministerpräsident Markus Söder. wal

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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