„Sensationeller Mietpreis“ in Poing

Erste Mieter ziehen in die Bergfeldstraße ein

Familie steht vor Wohnung
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Freuen sich über ihre Geschenke zum Einzug: Besarta und Talat Veselaj mit Immobilienverwalterin Evelyn Lang (re.)

Die erste Familie durfte in die geförderten Mietwohnungen in Poing einziehen

Poing – Besarta und Talat Veselaj strahlten um die Wette, als ihnen Immobilienverwalterin Evelyn Lang von der Firmengruppe Südhausbau einen Korb mit Brot, Salz und Bier sowie die Schlüssel für ihre neue 3-Zimmer-Wohnung in der Bergfeldstraße überreichte. Das Ehepaar hat zwei Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren und sind die ersten Mieter, die in eine von 33 einkommensorientiert geförderte Mietwohnung (EOF-Wohnungen) einziehen.

Besarta Veselaj und ihre Eltern lebten über sieben Jahre in Poing – doch mit ihren Mann Talat fand sie leider in Poing keine bezahlbare Wohnung und zog deshalb nach Markt Schwaben. Sieben Jahre mussten sie zu viert in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung auskommen. Nachdem die Mietwohnungen in der Bergfeld ausgeschrieben waren, gaben sie sofort ihre Bewerbung ab. Bürgermeister Thomas Stark, der extra zur Schlüsselübergabe kam, erzählte, dass ihm die beiden „von ihren Wohnungssorgen erzählt haben“.

Und sie hatten Glück. „Für die 33 zur Verfügung stehenden Wohnungen lagen über 200 Bewerbungen vor“ sagte Thomas Stark. Die Auswahl erfolgte nach bestimmten Kriterien. Sie orientierte sich unter anderem am Einkommen der potenziellen Mieter. Der Bedarf wird nach Dringlichkeit bei der Wohnungssuche ermittelt, der Mietpreis orientiert sich am Haushaltseinkommen der zukünftigen Mieter. Und die erwartet ein Standard, „der nichts mehr mit dem klassischen Wohnungsbau zu tun hat“, so Stark.

Den erklärte Klaus Stemmer, Geschäftsführer der Firmengruppe Südhausbau: Durchgehendes Parkett, Fußbodenheizung, bodentiefe Fenster und Barrierefreiheit waren uns sehr wichtig. Bodentiefe Duschwannen, hochwertige Armaturen und intelligente Grundrisse sind für die Südhausbau eine Selbstverständlichkeit.“ Dazu kommt noch ein „sensationeller“ Mietpreis: Die Netto-Kaltmiete liegt bei dem Projekt zwischen sechs und acht Euro je Quadratmeter. Wenn man den „Marktwert“ von 15 Euro gegenüberstellt, kann man hier von einem „echten sozialen Wohnungsbau“ sprechen.

Doch das es noch nicht gewesen: Im anliegenden Wohngebiet Lerchenwinkel werden bis Ende 2022 weitere 60 EOF-Wohnungen der Südhausbau entstehen. Für dieses Projekt sind etwa 21,4 Millionen Euro veranschlagt und wird mit staatlichen Fördergeldern in Höhe von fast 11,3 Millionen Euro gefördert. Dazu kommen noch laut Helmut Sloim, Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft der Bauträger und Investoren (ARGE) am Bergfeld, „weitere EOF-Wohnungen und erwerbbare Reihen- und Doppelhäuser“ im Lerchenwinkel. - fu

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