Musikalische Erziehung

Es darf wieder gespielt werden in der Musikschule Markt Schwaben

Mädchen spielt Oboe
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Anna Eiberger mit einer Schülerin, die auf der Tiger-Oboe übt

Die Musiklehrerinnen Anna Eiberger und Sophie Bartolomey-Hohberg freuen sich über die Wiedereröffnung der Musikschule und berichten, wie sie die Zeit bis dahin überbrückt haben

Markt Schwaben – . Seit 1. März ist Einzelunterricht in der Musikschule wieder erlaubt, in den Landkreisen und kreisfreien Städten Bayerns, in denen die 7-Tage-Inzidenz den Wert 100 nicht überschreitet. Zwei Musikschullehrerinnen erzählen, wie es ihnen und auch den Schülern über die Zeit ging, in der persönlicher Kontakt nicht möglich war. Die 48-jährige Anna Eiberger und die 40-jährige Sophie Bartolomey-Hohberg sind zwei Vollblutmusikerinnen und kommen beide aus der Stadt der Musik – aus Wien. Die zwei hat es unabhängig voneinander in den Osten von München verschlagen. Umso schöner das Ganze, da sie sich seit Studienzeiten kennen und nun auch beide für die Musikschule Ebersberg unterrichten. Intern nennt man sie auch: die Österreich-Connection.

Eiberger wie Bartolomey-Hohberg sind mehr als beliebt bei ihren SchülerInnen. Da kommt es durchaus vor, dass die Sympathie für die Lehrerin auch die Wahl des Musikinstrumentes stark beeinflusst. Eiberger, die seit 2018 in Markt Schwaben unterrichtet, übernahm zuerst den Klavierunterricht von Bartolomey-Hohberg, die in Elternzeit ging. Ihr Hauptinstrument allerdings ist die Oboe. Dieses etwas ausgefallenere Holzblasinstrument lernen in Markt Schwaben mittlerweile vier Kinder.

„Vorteilhaft ist es“, so die 48-jährige Oboistin, „wenn die Schüler schon in der musikalischen Früherziehung zum Beispiel Erfahrung mit der Flöte hatten“. Oboe ist durch Kinder-Oboen leicht zu handhaben für Kinderhände. Hier erleichtert schon alleine die optische Aufmachung der Kinder-Tigeroboe, die gelb-schwarz gestreift ist, so erzählt Eiberger weiter.

Die Expertin für musikalische Früherziehung ist Sophie Bartolomey-Hohberg. Sie übt schon mit den ganz Kleinen im Kindergarten Musik und vor allem Rhythmusgefühl. Die Musikschule ist quasi das Bindeglied vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule. In Zeiten der Kontaktbeschränkungen war das natürlich alles mehr als erschwert. Aber die beiden Lehrerinnen ließen sich davon nicht abhalten, Kontakt mit ihren Schülerinnen und Schülern zu halten.

Die Kinder schickten Videos mit neu Eingeübtem, die Lehrerinnen gaben Tipps oder sangen und spielten den ganz Kleinen schon einmal etwas vor. Beeindruckt sind beide, welch eine Bindung und Beziehung zu den Kindern mit Musik in kurzer Zeit gelingt. Ganz nach dem Motto der Musikschule Ebersberg, doch etwas von Wert schaffen zu wollen. Gutes Beziehungserleben ist immer von Wert.

Umso erfreuter sind Eiberger, wie auch Bartolomey-Hohberg jetzt wieder mit dem Präsenzunterricht beginnen zu können. „Schon im Mai letzten Jahres, als wir mit dem Unterricht wieder anfangen durften, waren die Kinder so glücklich und ich vermisse das gemeinsame Musizieren mit meinen Schülern richtig“, hört man die Oboistin etwas wehmütig erzählen. Was die Zeit der Kontaktbeschränkungen alles mit Kindern macht, da sind sich die Fachleute bis heute nicht ganz einig, dass es aber sogenannte Folgeschäden der Pandemie gibt, bei Jung und Alt, dürfte sicher sein. Musik lernen, zusammen musizieren dürfte hier durchaus ein Heilmittel sein. - tt

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