Präsenz des Radls steigern

Für ein „radelbares“ Markt Schwaben

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Eine gelungene Infrastruktur ist die Grundlage um den Anteil der Radfahrer zu steigern. Auch in Markt Schwaben wird jetzt nach konstruktiven Lösungsvorschlägen gesucht.

Initiative Pro Fahrrad macht Bestandsaufnahme und konstruktive Lösungsvorschläge

Was kann man in Markt Schwaben tun, damit der Ort attraktiver wird zum Fahrradfahren? Diese Frage stand über dem ersten Workshop, zu dem sich 20 Besucher im evangelischen Gemeindezentrum zusammengefunden hatten. Los ging es mit einem Vortrag von Markus Büchler, der als verkehrspolitischer Sprecher für die Grünen im Landtag sitzt. Platz für das Fahrrad – unter diesem Oberbegriff stellte Büchler unter anderem Konzepte aus anderen Ländern vor, wo die Präsenz des Fahrrads im öffentlichen Raum konkret gesteigert wurde und weiter gesteigert wird. 

„Es steht und fällt alles mit der Infrastruktur“, so Büchler. „Wien hat den Radweganteil in den letzten Jahre von drei auf zehn Prozent gesteigert und somit auch die Zahl der Radnutzer.“ Auch Kopenhagen, wo mehr als die Hälfte der Pendler mit dem Rad zur Arbeit fährt, führte Büchler als Beispiel für gelungene Infrastruktur an. Ziel müsse es sein, so Büchler, den öffentlichen Raum zwischen allen Verkehrsteilnehmern gerechter aufzuteilen – eine Begegnungszone zu schaffen, in der vom Fußgänger über den Radfahrer bis zum Autofahrer jeder gleichberechtigt Platz findet. 

Schwachstellen aufdecken und beheben 

Im Anschluss an den Vortrag wurden Teams gebildet. Das Ziel waren eine Bestandsaufnahme von Schwachstellen innerhalb Markt Schwabens und konstruktive Vorschläge, wie man diese kostengünstig beheben könnte. Denn „kostengünstig“ ist eines der Hauptprobleme. Seit der Bewilligung der Stabilisierungshilfe und den damit verbundenen Sparauflagen, sind Sonderausgaben schwierig. Auch die Enge in den Hauptverkehrswegen lässt sich nicht so einfach ändern. Trotzdem. „Es gibt durchaus Möglichkeiten mit geringem Aufwand Positives zu bewirken“, erklärt Marktgemeinderat Andrä le Coutre. 

„Denn mit mehr Querungshilfen an den Hauptachsen zwischen gut mit dem Fahrrad zu befahrenden Siedlungen und Nebenstraßen, wäre schon viel geholfen.“ Auch die vorhandenen Ausschilderungen zu verbessern bezüglich ihrer guten Sichtbarkeit und weitere anzubringen, war eines der Themen, die in dem Workshop aufgegriffen wurden. Genauso wie das Überprüfen der Radständer im Ort. „Wir haben Teams gebildet, so dass jeder jetzt ein Thema hat, an dem er dran ist – wie eine Art Patenschaft“, erklärt le Coutre. „Unser Ziel ist es, einen Katalog zu erarbeiten, der bei einer Steigerung des Radanteils in Markt Schwaben, einer Verbesserung der Situation für Radfahrer allgemein, konstruktive und für die Gemeinde leistbare Vorschläge enthalten soll.“ 

Wer sich mit auf diesen Weg machen will, ist herzlich zum nächsten Workshop eingeladen. Das nächste Treffen findet am 24. Juli um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum Markt Schwaben statt.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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