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Finissage von Hermann Dressler im kleinen Kreis

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Finnisage im kleinen Kreis (v. l.) Günther Vogel, Grete und Hermann Dressel, Karl Orth, Rosemarie und Albert Hingerl sowie Birgitta Nagel © wal

Atelier in Poing für immer geschlossen

Poing – „„Eigentlich wollte Hermann Dressler das gar nicht machen“, erzählt Birgitta Nagel, „doch dann stimmte er doch einer kleinen Finissage zu!“ Entsprechend klein war in der entsprechenden Feierstunde nahe dem Badesee am Mitterfeldweg Poing die Zahl der Gäste. Dazu gehörten neben der Kulturreferentin und Bürgermeister Albert Hingerl mit Ehefrau Rosemarie nur noch die beiden Künstler Karl Orth und Günther Vogel aus Poing.Von Kunstwerken des Stein- und Holzbildhauers war allerdings weit und breit nichts mehr zu sehen. „Das hab ich alles längst aufgeräumt“, gestand Hermann Dressler, der nicht nur in Poing für seine besonderen künstlerischen Werke bekannt war. Seit 1998 hat er in diesem Raum auf dem ehemaligen Bauernhof der Familie Bauer gearbeitet und gewirkt. „Ja, mit Otto Dressler, der vor einiger Zeit gestorben ist, bin ich verwandt“, räumte er ein, „er war mein Cousin!“ Hermann Dressler kommt aus einer kreativen Familie mit Bildhauern, Baumeistern und Architekten. Sein Vater Albert Dressler war Maler, Grafiker und Bildhauer. Die Wiege des Künstlers stand in Braubach am Rhein, in unmittelbarer Nähe zur berühmten Loreley. Hermann Dressler macht aus seiner Herkunft keinen Hehl, die Frohnatur der Rheinländer bestimmt bis heute sein Wesen. „Ich werde Ende Oktober diesen Jahres 80 Jahre alt“ und bin gesundheitlich nicht mehr ganz so fit“, gibt der Künstler zu, „deshalb ist es für mich besser, jetzt aufzuhören!“Zunächst machte Hermann Dressler eine Ausbildung zum Holz- und Steinbildhauer in der Werkstatt seines Vaters, später studierte er in München Bildhauerei, Malerei und Gestaltung. Im Jahr 1959 legte er die Prüfung zum Diplom-Steinmetz Bildhauermeister ab und leitete viele Jahre Ausbildungsstätten für Bildhauer. Seit 1998 arbeitete Hermann Dressler als freischaffender Künstler.In Poing zeigte er den Kindern beim Mittelaltermarkt zur 1150-Jahr-Feier sein Handwerk an praktischen Beispielen. Einige seiner Skulpturen zieren die Gärten im Seniorenheim Heimstetten und der Christuskirche Poing. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Wie Adam und Eva“ (2005), „Baum der Verkündigung“ zur Finanzkrise (2008) und die „Bürgersäule mit Optimisten, Minimalisten und Pessimisten“ (2002-2004). „Das Schönste an der Kunst ist es doch, man macht nichts doppelt“ lautet sein Lebensmotto.wal

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