Im Einsatz für uns alle 

First Responder treffen sich zur jährlichen Fortbildung in Ottenhofen

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Ein Patient mit Zuckungen, Krämpfen und blutender Kopfwunde – was tun? Auch das wurde trainiert.

Ersthelfer, sogenannte First Responder, aus 15 Feuerwehren des Landkreises Erding trafen sich zur jährlichen Fortbildung am Wochenende in Ottenhofen. 

Ottenhofen – Ob ein Allergiker mit Bienenstich im Rachenraum, bewusstlose Personen oder ein Verunfallter mit epileptischem Anfall – in solchen lebensbedrohlichen Situationen zählt jede Sekunde. Und hier kommen First Responder zum Einsatz. „First Responder oder Ersthelfer überbrücken die Zeit, bis der Notarzt eintrifft“, erklärt Stefan Gentschew, der selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr Ottenhofen als First Responder aktiv ist. Außerdem können die Ersthelfer den Rettungsdienst bei bei Bedarf nach einer dokumentierten Übergabe des Verletzten auf Wunsch noch weiter unterstützen. 

72 First Responder gibt es im Landkreis Erding. Und alle, die freiwillig tätig sind, müssen einmal im Jahr zu einer Fortbildung. Bisher fand die immer im Fliegerhorst in Erding statt. Jetzt wurde sie zum ersten Mal ausgelagert. Als erster Ausrichter lud die Freiwillige Feuerwehr Ottenhofen am vergangenen Wochenende 15 Feuerwehren aus dem Landkreis ein. Theorie und Praxis stand auf dem Stundenplan, von 8 bis 14 Uhr waren die First Responder an sechs verschiedenen Stationen unterwegs. Hier konnten sie, mit Gefahrensituationen wie oben beschrieben konfrontiert, ihr Wissen auffrischen und Neues dazulernen.

Auch das wurde trainiert, um die Abläufe zu verinnerlichen: Eine patientenschonende Schnellrettung aus einem Unfallfahrzeug.

„Wer sich zum First Responder ausbilden lassen will, muss eine 80-stündige Zusatzausbildung absolvieren, die über vier Wochen geht“, erklärt Gentschew. Unter den Feuerwehrlern in Ottehofen läuft derzeit eine Befragung, ob man als First Responder auch spezielle Einsätze fahren will. „Mit 15 bis 17 einsatzfähigen Ersthelfern hätten wir die Kapazität“, so Gentschew. „Auch ein Fahrzeug wäre vorhanden und der Rückhalt der Gemeinde wäre da.“ Da es sich um eine weitere Zusatzleistung der Feuerwehr handelt, müssen die Aktiven dies selbst entscheiden. „Es ist davon auszugehen, dass durch die naheliegende Markt Schwabener Rettungswache die Einsätze nicht zu extrem in die Höhe schnellen würden“, wagt Gentschew eine positive Prognose.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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