Gemeinderatssitzung

Forstern soll weiblicher werden

Maria Feckl
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Maria Feckl

Grüne beantragen „Elisabeth-Moser-Weg“ - nach der Preisendorfer Mesnerin

Forstern – In der jüngsten Gemeinderatssitzung beantragte Gemeinderätin Maria Feckl von den Grünen, die neue Straße in Preisendorf nach der früheren Mesnerin von Preisendorf, Elisabeth Moser, zu benennen, wie in einer Pressemitteilung der Grünen mitgeteilt wird. Mit der Annahme des Vorschlags hätte die Gemeinde Forstern ein neues Kapitel in der Vergabe von Straßennamen aufgeschlagen. „In Forstern wurden bislang Straßen nach Personen benannt, die Träger der Ehrenbürgermedaille, Pfarrer in Forstern waren oder nach den Gründern der Eicher Traktorenwerke“, so Bürgermeister Rainer Streu, z.B. bei der Pfarrer-Riedmaier-Straße, dem Emil-Pahl-Weg, der Michael-Irl-Straße oder dem Gebrüder-Eicher-Ring.

Allerdings sind bisher nach Personen benannte Straßen in Forstern ausschließlich nach verdienten Männern benannt. Das will Maria Feckl ändern, wie sie in der Pressemitteilung bekräftigt: „Das Engagement der Frauen in der Gemeinde für den Zusammenhalt und das soziale Leben ist gewaltig. Nur wird es allzu leicht übersehen. Deswegen ist es wichtig, dass wir als Gemeinde dieses Wirken transparent machen. Nicht nur bei Straßennamen, sondern bei allen Ehrungen, beispielsweise auch bei der Vergabe der Bürgermedaille“, so Feckl.

Ihren Vorschlag für Elisabeth Moser als erste Frau in Forstern, nach der eine Straße benannt werden soll, begründete Maria Feckl mit dem umfassenden Wirkens Mosers für die Gemeinde. Moser setzte sich Zeit ihres Lebens mit Tatkraft und Charisma für ihre Mitmenschen ein und begeisterte mit ihrem Vorbild auch andere, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Zum Vorschlag von Maria Feckl hätte sie gesagt „Das braucht’s doch nicht“. Als Vorbild für Kinder und Enkelkinder ist es wichtig, alle Menschen unserer Gesellschaft sichtbar zu machen und ihre Leistungen zu würdigen.
Deswegen begrüßen die Grünen das Bekenntnis und die Zusage des Bürgermeisters und der Gemeindeverwaltung, zukünftig auf diesen Aspekt bei Vorschlägen stärker zu achten. Auch wenn es diesmal noch nicht geklappt hat – hoffentlich wird es nun nicht mehr lange dauern, bis auch in Forstern eine Straße endlich einen Frauennamen trägt. - Maria R. Feckl

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