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Summserei klärt über Nisthilfen auf

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Auch die vielen Hummelarten gehören zu den schützenswerten Insekten
Auch die vielen Hummelarten gehören zu den schützenswerten Insekten © tt

Die Schulimkerei des Franz-Marc-Gymnasiums zeigt, wieso Kleintiere so wichtig für unsere Umwelt sind

Markt Schwaben – Das Franz-Marc-Gymnasium (FMG) leistet Aufklärungsarbeit zum Thema Insektensterben und Wildbienen und ergänzt so die Initiative „Blühpakt Bayern“, an der die Gemeinde Markt Schwaben mitwirkt.

Warum sollten wir Insekten schützen? Diese krabbeligen Kleintiere sind doch nur lästig, auf die kann man doch verzichten. Solche und ähnliche Aussagen hört J. Weiß, die Leiterin der „Summserei“ (Schulimkerei des FMG) immer mal wieder und erlebt häufig einen wenig wertschätzenden Umgang mit kleinen Krabbeltieren. „Nur wenn die Kinder wissen, wie wichtig auch die kleinsten Lebewesen sind, können sie sie als schützenswert einstufen und ökologische Zusammenhänge erkennen“, so Weiß.

Nach dem Aufbau einer Schulimkerei, die mittlerweile im zweiten Bienenjahr von Schülern betreut wird und sechs Bienenvölker beherbergt, war es daher nur konsequent, auch für die Wildbienen auf dem Schulgelände etwas zu tun. Die Schüler des P-Seminars Imkerei entwickelten dazu zunächst viele Ideen, erprobten in diesem Frühjahr vor allem unterschiedliche, selbst gebaute Nisthilfen und überlegten sich, an den Projekttagen des Gymnasiums mit weiteren Klassen sogenannte „Bienenhotels“ zu bauen und beim Sommerfest zum Verkauf anzubieten, sowie parallel dazu über Wildbienen zu informieren.

Auch interessant ist, dass die Wildbienen in den sogenannten „Bienenhotels“ gar nicht schlafen, sondern diese lediglich dazu nutzen, ihre Eier zu legen und die nächste Wildbienengeneration zu sichern. Daher ist der Begriff irreführend. Zum Schlafen beißen sich die Bienchen eher an Stängeln oder Blättern fest oder übernachten eingekuschelt und geschützt in einer Blüte.

Durch die großzügige Spende von Brettresten durch die Gemeinde Markt Schwaben konnten im Rahmen der Projekttage zehn Insekten-Nisthilfehäuschen gebaut werden. Außerdem entstanden unzählige „Dosenbienen“, gefüllt mit Schilfröhrchen. Den Höhepunkt der Projekttage bildete dann das Sommerfest des FMGs, bei dem in vielen Gesprächen über den Unterschied der Honigbiene zur Wildbiene aufgeklärt wurde und Produkte aus der FMG-Summserei, sowie die selbst gebauten Profi-Wildbienen-Nisthilfen erworben werden konnten.

„Wir sind überrascht, wie groß das Interesse der Besucher an unserem Projekt war. Es fühlt sich gut an, viele Menschen erreicht zu haben und aktiv etwas für den Erhalt der Insektenwelt getan zu haben“, so die Schüler. Auch das nächste Projekt der Umweltschule schwirrt schon in den Köpfen der Schüler herum: Es sollen mehr Blühwiesen auf dem Schulgelände entstehen, damit die neuen Gäste auf dem Schulhof nicht so weit fliegen müssen, um sich und ihre Brut mit Pollen und Nektar zu versorgen. red

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