Kommunalwahl

Freie Wählergemeinschaft unterstützt Thomas Stark

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Thomas Stark oder Reinhard Tonollo? Das entscheiden die Poinger bei der Stichwahl

Bei der Stichwahl müssen sich die Poinger Bürger für Thomas Stark oder Reinhard Tonollo entscheiden

Poing – Die Aula der Anni-Pickert-Grundschule in Poing – als Wahllokal umfunktioniert – war am Wahltag fast menschenleer. Nur der Beamer warf ab und zu Tabellen und Diagramme der Bürgermeisterwahl auf die Leinwand. Davor standen Bürgermeister Albert Hingerl und FDP-Bürgermeisterkandidat Marc Salih und verglichen die Ergebnisse auf ihren Handys. 

Dabei veränderten sich die Farbbalken in Minutenabständen – mal war Thomas Stark (CSU) vorne, mal sein Mitbewerber Reinhard Tonollo von der SPD. Wenig Chancen – schon in einer frühen Phase – konnten sich Günter Scherzl, Poings Dritter Bürgermeister von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) und Marc Salih (FDP) ausrechnen. 

Eher zurückhaltend nahm Thomas Stark die einlaufenden Resultate auf, der sich das Geschehen vor Ort nicht entgegen lies. „Ich freue mich erst, wenn alles ausgezählt ist“ sagte er und wurde dann kurz vor 20 Uhr von Renate Karisch (Gemeindeverwaltung) erlöst. 

Sie verkündete das vorläufige Endergebnis der Bürgermeisterwahl: Von den insgesamt 11.504 Poinger Wahlberechtigten haben 6.572 ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 57,1 Prozent. Thomas Stark erreichte 35,1 Prozent (2.287 Stimmen), Reinhard Tonollo 33,1 Prozent (2158 Stimmen), Günter Scherzl bekam 1.680 Stimmen (25,3 Prozent) und Marc Salih 397 Stimmen (6,1 Prozent). Von den drei favorisierten Kandidaten hatten sich Stark und Tonollo behauptet, die beide nur zwei Prozentpunkte trennen und nun am 29. März zur Stichwahl antreten. 

„Ich habe das Zwischenziel erreicht“ kommentierte Stark seinen Sieg „und die Stichwahl schon erwartet.“ Für Reinhard Tonollo „ist das erste Etappenziel erreicht“. Er sieht seine Chancen durchaus positiv, „da aufgrund von Corona nur Briefwahl möglich ist, ist es schwer eine Vorhersage über das Wählerverhalten abzugeben“ so Tonollo. 

Günter Scherzl meint dazu: „Ja, tatsächlich hatte ich mir ein besseres Ergebnis erhofft und – als erstes Teilziel – die Teilnahme an einer Stichwahl gewünscht. Aber das ist Demokratie und da gibt es nichts daran zu deuteln. Herzliche Gratulation an Thomas Stark und Reinhard Tonollo!“

Laut Günter Scherzl „wird die FWG Thomas Stark in der Stichwahl empfehlen.“ Seine Gründe: „Parteifreier Kandidat (wie unsere FWG) als eine ganz wichtige Eigenschaft eines Bürgermeisters; solide und faktenbasierte Finanzpolitik; jahrzehntelange profunde Erfahrung in der Verwaltung; ebenso sehr lange Zusammenarbeit mit dem Bürgermeisterbüro und dem Gemeinderat sowie sein Einsatz für eine umsetzbare Sachpolitik mit Augenmaß.“ 

Ob diese „Hilfe“ für Stark einen Vorteil bringt, entscheidet der Wähler am 29. März. Doch vorher gilt für die beiden: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Sicherlich werden Stark und Tonollo fair miteinander umgehen, wie sie es in den vorausgegangen Wochen getan haben.

„Ich setze voll auf Social Media und außerdem haben wir ja noch unsere Plakate als Ersatz“, sagte Stark über seine Wahlstrategie. Reinhard Tonollo möchte auf Internet, Plakate und Flyer ebenfalls nicht verzichten. „Wenn die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen, haben sie mehr Zeit mal zu telefonieren“ so Tonollo, „deshalb werde ich mehr Telefonsprechstunden anbieten“.fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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