Hilfe für Kinder aus der Gegend von Tschernobyl

Gasteltern in Anzing für Wolinzy-Kinder gesucht

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Eine Mutter mit ihren Kindern, die Jüngeren möchten für vier Wochen zu Gasteltern nach Bayern kommen

Ingeborg Nünke vom Verein „Hilfe für Kinder aus der Gegend von Tschernobyl“ hofft auf breite Unterstützung

Anzing – Auch im diesjährigen Sommer möchte die Anzinger Initiative „Hilfe für Kinder aus der Gegend von Tschernobyl“ wieder rund 50 Mädchen und Buben für vier Wochen einladen.

„Wir suchen händeringend Familien, die ein Kind für die Zeit von Sonntag, 21. Juni bis Montag, 20.Juli, aufnehmen können“, berichtet Ingeborg Nünke. Wie die Vereinsvorsitzende vorrechnet, hat sie bisher aber leider nur für 36 Mädchen und Buben sichere Unterkünfte in bayerischen Familien. Im längst gebuchten Bus, der die jungen Leute von Wolinzy in Weißrussland nach Anzing bringen wird, gibt es 57 Sitzplätze. 

Dass dieses Kontingent voll ausgeschöpft werden kann, sei ziemlich unwahrscheinlich, räumt Nünke ein. „Aber wenigstens zehn bis 15 Mädchen und Buben mehr würde sie gerne einladen. 

Denn vor allem Kinder in der atomar noch immer stark belasteten Region rund 100 Kilometer nördlich von Tschernobyl leiden unter ihrem geschwächten Immunsystem. Hier in Bayern können sie sich erholen, gesunde und ausgewogene Ernährung stärken den jungen Körper“, weiß Ingeborg Nünke aus ihrer langjährigen Erfahrung. 

Viele der Kinder kommen seit mehreren Jahren zu den Gasteltern, sie lernen Deutsch und es haben sich Freundschaften entwickelt. Das motiviere und gibt Perspektiven für die eigene Zukunft der jungen Leute. 

Denn viele kennen von daheim leider oft nur Gewalt und Alkoholprobleme in der Familie, dazu komme ungesunde und einseitige Ernährung mit zu wenigen Vitaminen. Wer ein Kind für die oben genannte Zeit aufnehmen kann, sollte sich möglichst bald für weitere Infos bei Ingeborg Nünke per Tel. unter (0 81 21) 4 82 49 oder Mail anzinger.initiative@gmail.com melden (Homepage www.anzinger-initiative.de sowie Facebook: www.facebook.com/anzingerinitiative). 

„Bitte melden Sie sich auch, wenn sie ein Kind nicht für die ganze Zeit aufnehmen können“, bitte die Vorsitzende, „für die anderen Tage gibt es bestimmt eine Lösung!“

Helfen kann man auch mit Geldspenden auf IBAN DE32 7016 9605 0002 5422 00. Wegen der unsicheren Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus sollten sich Gasteltern keine Sorgen machen. 

„Selbstverständlich halten wir uns an die Vorgaben“, versichert Nünke, „wenn notwendig, wird die Einladung der Kinder abgesagt!“ Auf jeden Fall werden alle jungen Gäste vor ihrer Abreise in Weißrussland ärztlich untersucht, außerdem haben alle die erforderlichen Impfungen!“ wal

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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