Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Gemeinsam gegen Rassismus in der Anni-Pickert-Schule in Poing

Schüler im Klassenraum mit Maske
+
Haben die Themenwoche mit vorbereitet: Rektorin Eva Guerin und Lehrer Bernhard Seibold in der 10. Klasse der Mittelschule

Seit Juni 2019 trägt die Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Nun beteiligt sich die Schule an den Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus – gemeinsam für ein gutes Miteinander“

Poing – Seit Juni 2019 trägt die Anni-Pickert-Grund- und Mittelschule die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Nun beteiligt sich die Schule an den Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus – gemeinsam für ein gutes Miteinander“. Dieses Projekt verfolgen auch die landkreisweiten Mittelschultage. Aber Schulleiterin Eva Guerin hat den Kreis erweitert: Sie öffnet das Thema auch für die Grundschüler. Somit kann sich ein Großteil der insgesamt 546 SchülerInnen, abgesehen von den Abschlussklassen, mit Rassismus auseinandersetzen. „Für die Jüngeren steht eher der spielerische Gedanke im Vordergrund“ so Eva Guerin, „bei den Älteren wird da schon eher kontrovers diskutiert“.

Beim Besuch in der bilingualen Klasse 1a der Grundschule wird über das Buch „Malalas magischer Stift“ diskutiert. Lehrerin Melissa Menzel möchte wissen, welche Wünsche die kleinen Zuhörer mit dem magischen Stift herbeisehnen. Von „Corona muss weg“ über „Geld für alle Menschen“ und „Keiner soll arm bleiben“ waren die Antworten – kurzum: Sie möchten sich alle eine schönere Welt „malen“. Doch das ist nur ein Aspekt der Themenwoche: In einer Klasse steht beispielsweise die Kinderbuchreihe „Little People, Big Dreams“ auf dem Programm, die die Lebensgeschichte des Bürgerrechtlers Martin Luther King beleuchtet.

Eine andere bespricht den Rassismus in der amerikanischen Geschichte und eine Klasse will ein Bilderbuch sowie ein Musikrätsel erstellen. Lebensnah ist der Rassismus in der 10. Klasse der Mittelstufe angekommen. Der 17-jährige Schüler Efekan – in Deutschland geboren und seine Eltern kommen aus der Türkei – wurde auf der Straße von einem älteren Ehepaar als „Schulschwänzer“ beleidigt und „er soll sich gefälligst in Deutschland anpassen“. Deshalb will Klassenleiter Bernhard Seibold – Mitinitiator der Themenwoche – den Umgang mit solchen Vorurteilen thematisieren. Infos über Schule und Themenwoche online unter www.vs-poing.de - fu

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare