Spitzenpolitiker in Markt Schwaben

„Gott und die Welt“ als ein unerschöpfliches Tema

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Unter der Regie von Bernhard Winter (Mitte) diskutierten Gregor Gysi (li.) und Günther Beckstein (re.) über „Gott und die Welt“.

Günther Beckstein und Gregor Gysi diskutierten

Markt Schwaben – Bis auf den letzten Platz seit einigen Wochen ausgebucht war die von Altbürgermeister Bernhard Winter organisierte „Sonntagsbegegnung“ mit Dr. Gregor Gysi (Mitglied des Deutschen Bundestags) und Dr. Günther Beckstein (Bayrischer Ministerpräsident a. D.) im Unterbräusaal von Markt Schwaben. Zwei Vollblutpolitiker, die in ihrem Wesen kaum unterschiedlicher sei können diskutierten über das Thema „Gott und die Welt“. Eine Vorgabe, die alles möglich machen kann und dem Dialog viele Freiräume zuließ. Gleich zu Beginn konnte sich Gysi die Bemerkung nicht ersparen, dass so ein Auftritt mitten in Bayern vor 25 Jahren gewiss nicht möglich gewesen wäre. „Es hat sich viel verändert“, betonte auch Beckstein, „die Welt ist ständig im Umbruch“. Dass die Werte christlicher Religionen eine wichtige Bedeutung hätten, räumte Gysi als Linker unumwunden ein. Auch er sei mit Werten des gegenseitigen Achtens erzogen worden, nur eben irgendwie ohne Religion. Im Laufe der Diskussion wurde klar, dass hier der Linke und dort der CSU-Mann in manchen Ansichten gar nicht so weit auseinanderliegen. So nahm auch das Thema Flüchtlinge breiten Raum ein. Es sei Christenpflicht, diese geschundenen Menschen aufzunehmen, betonte Beckstein, aber es müssen verlässliche Kontrollen sein. Gysi sprach sich gegen Obergrenzen aus und beide Politiker forderten die massive Bekämpfung der Flüchtlingsursachen.wal

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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