Konstituierende Sitzung

Das große Thema in Ottenhofen: Wasserversorgung

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Der Gemeinderat von Ottenhofen hat sich unter erschwerten Bedingungen für die neue Wahlperiode konstituiert

Harmonische Stimmung in der konstituierenden Sitzung in Ottenhofen – zweite Amtszeit für Bürgermeisterin Nicole Schley

Ottenhofen – Der Gemeinderat von Ottenhofen hat sich für die Arbeit für die begonnene neue Wahlperiode organisiert: In der konstituierenden Sitzung herrschte eine ausgesprochen harmonische Stimmung, wie sie Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) schon für die abgelaufene Periode mit besonderer Freude registriert hatte. So wurde die Zahl der stellvertretenden Bürgermeister glatt halbiert und nur Dieter Effkemann (FW) einstimmig in seinem Amt als Vizebürgermeister bestätigt. 

Dafür steigt die Zahl derer, die sich als Referenten überdurchschnittlich in die kommunal­politische Arbeit einbringen wollen. So wurde das Amt des Umweltreferenten neu geschaffen, und hierfür meldeten sich gleich zwei Gemeinderäte, die sich jetzt auch Referenten nennen dürfen: Evelyn Rosenberger und Stefan Herbasch. 

Sportreferent bleibt Alfred Greckl, Renate Bertram ist Jugendreferentin. Andrea Börner, die bisher Referentin für Senioren und Soziales war, war nicht mehr zur ­Gemeinderatswahl angetreten, bleibt aber in diesem Themenfeld engagiert: Sie ist jetzt Seniorenbeauftragte. Stefan Herbasch ist der Seniorenreferent. Sehr schnell einigte sich das Gremium auf die Besetzung der Ausschüsse und der sonstigen Gremien. Bürgermeisterin Nicole Schley kündigte darüber hinaus an, dass der Gemeinderat nach Möglichkeit noch in diesem Herbst eine Klausurtagung ansetzen werde. Diese diene dazu, „sich kennen zu lernen und zusammenzuraufen.“ 

Vor allem aber soll inhaltlich gearbeitet werden, wie die Rathauschefin andeutete. Die großen Linien für die kommenden sechs Jahre sollen in einer solchen Tagung, die erstens einen Moderator haben soll und zweitens über ein Wochenende laufen soll erarbeitet werden. Bürgermeisterin Nicole Schley hat darüber hinaus Ambitionen, Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft zu werden.

Das machte sie in dieser Sitzung ebenfalls deutlich. Sie meinte zwar, dass ein solches Amt hauptsächlich Arbeit und wenig Ruhm bringe, aber sie habe sich zur Verfügung gestellt, nicht zuletzt, weil ihr Kollege in Neuching neu im Amt sei. Allerdings wollte sie sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, denn die Entscheidung falle schließlich in der VG-Versammlung. Arbeit bekommt der neue Gemeinderat sowieso genug. 

Zwar hatte der alte Gemeinderat in einer intensiven letzten Sitzung noch wesentliche Weichenstellungen getroffen wie zum Beispiel den Haushalt für das Jahr 2020, aber manches, was Nicole Schley gerne in der alten Wahlperiode noch abgeschlossen hätte ging einfach nicht. Das große Thema „Wasserversorgung“ wird jetzt den neuen Gemeinderat weiter beschäftigen. Dabei gibt es Schwierigkeiten: Rund die Hälfte der Ratsmitglieder sind neu und müssen sich in diese hochkomplexe Materie erst einarbeiten. 

So kam der Wunsch auf, eine Zusammenfassung aller bisherigen Beschlüsse zu erarbeiten und den neuen Ratsmitgliedern zur Verfügung zu stellen. Erleichtert würde dies durch ein Ratsinformationssystem, dass die Verwaltung entschlossen ist mindestens versuchsweise einzuführen. Die einstimmig beschlossene Geschäftsordnung gibt hierfür den rechtlichen Rahmen.- kw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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