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„Der Wasserfarbmalkasten war immer mein bester Freund“ 

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Silke Heinrich kreiert Happy Paintings
Kunst, die Freude machen soll: Silke Heinrich kreiert Happy Paintings © Foto: Tretner

Happy Paintings in der Kinderarztpraxis.

Schon mit drei Jahren bekam Silke Heinrich ihren ersten Wasserfarbmalkasten und das Ergebnis dieser künstlerischen Frühförderung kann man jetzt in der Kinderarztpraxis Alina Cocos in Markt Schwaben bestaunen.

Happy Paintings nennt sich diese Art der Bilder und nicht nur Silke Heinrich findet, dass diese lustigen Figuren auf Papier bestens in eine Kinderarztpraxis passen. Aber nicht nur, jeder der die Bilder bis jetzt gesehen hat ist von der Fröhlichkeit der farbigen Formate begeistert und vor allem diese Fröhlichkeit überträgt sich auch sogleich auf den Betrachter - es geht gar nicht anders. 2016 nach einem Trauerfall in der Famile, Jobverlust und einer OP begann Heinrich mit Zentangle – zur Entspannung. Zentangel ist eine Zeichnung mit einem feinem Stift, in der sich Punkte, Linien, Kurven und Kreise strukturiert wiederholen. Man könnte denken so etwas Kleinteiliges würde einen eher unruhig machen, wenn es einem schon nicht gut geht, aber das Gegenteil ist der Fall, so auch Heinrichs Erfahrung. „Dadurch, dass das so eine kleinteilige Arbeit ist, fokussiert man sich nur darauf und hat keinen Platz mehr für andere Gedanken“.

Und da Heinrich auch immer gerne etwas Neues versucht, ist sie dann bei Happy Paintings gelandet. In Online-Kursen lernte sie die verschieden Stifte und Farben so anzuwenden, dass durch diese Mixed Media Technik eine schöne Struktur auf dem Papier entsteht. Von der Technik war und ist nicht nur Heinrich begeistert, auch die Kinder die Ganztageskinder der Grundschule Poing. Dort betreute Heinrich zwei Jahre lang in Nachmittagskursen die kleinen Kunstbegeisterten mit dieser Art des Malens. Die Idee die Bilder in der Praxis auszustellen kam von Alina Cocos. Sie möchte mit ihrer Galerie in ihren Räumen vor allem lokale Künstler unterstützen. Und lokal ist Heinrich und auch in ihrem Beruf, ist sie doch im Geschäftszimmer des Rathauses für die Organisation des Bürgermeisterbüros verantwortlich.

Die Bilder, die sie nun ausstellt sind auf Aquarellpapier gemalt und bunt gerahmt und vor allem sie sind käuflich. Unterstützt wird Heinrich sehr tatkräftig von ihrem Mann Rüdiger Heinrich, der selbst sehr kreativ ist, gerne Figuren töpfert und manche Zeichnungen mit dem Bleistift vorzeichnet und „ich verbunte sie dann – wir beide haben uns einfach gesucht und gefunden und unterstützen uns gegenseitig sehr“, so Heinrich. Rüdiger Heinrich ist von Beruf Werkzeugmacher und von daher sehr geschickt mit allem handwerklichen. „Er hat auch immer seinen Leatherman dabei und wenn irgendwo ein Bild schief hängt oder eine Schraube locker ist – schwupps ist alles sofort repariert“, lacht Ehefrau Heinrich. Von manchen Bildern hat sie auch Karten drucken lassen, weil das Motiv so beliebt ist und gerne gekauft wird. Die Ausstellung in der Kinderarztpraxis und im Aufgang dazu ist noch bis Mitte November zu bestaunen – Am Kupferschmiedberg 2, in Markt Schwaben

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