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Hochwasserschutz soll weitergeführt werden

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Hier fließt der Gigginger Bach unter der Poinger Straße durch. © wal

Großes Sorgenkind ist der Gigginger Bach

Markt Schwaben – Wer die Poinger Straße von Markt Schwaben entlang der Bahn fährt, kommt unmittelbar nach dem Gewerbegebiet durch eine kleine Senke. Lediglich die seitlichen Schienen verraten, dass es hier über eine Brücke gehen könnte. Was die meiste Zeit als unbemerktes Rinnsal hier unterwegs ist, macht so manchen Markt Schwabener Hausbesitzer bei Starkregen große Sorgen. Denn meistens ist es der Gigginger Bach, der ganz plötzlich Unmengen von Wasser führt und zusammen mit dem Hennigbach zuerst den Postanger überflutet und im weiteren Verlauf auf Höhe des AWO Seniorenheimes und den weiteren Anliegern über die Ufer tritt und Schäden anrichtet. Heuer im Juni war es wieder einmal ganz besonders kritisch, viele Hausbesitzer mussten ihre Keller auspumpen lassen (wir berichteten). Das hat den CSU Ortsverband Markt Schwaben veranlasst, im Rathaus einen Antrag auf „Fortführung des Hochwasserschutzes“ einzubringen. „Unser Ort ist bei diesem Unwetter gerade noch an einer Katastrophe vorbeigeschrammt“, heißt es in demvomDritten Bürgermeister Albert Hones unterzeichneten Brief, der an Bürgermeister Georg Hohmann und den Marktgemeinderat gerichtet war. Dort ist ein ganz klarer Lösungsvorschlag formuliert. „Ein Großteil des Hochwassers kommt bekanntlich vom Gigginger Bach“, schreibt die CSU, „wenn die Poinger Straße an der Brücke um etwa zwei Meter höher gelegt und der Damm mit einem mechanischen Verschluss versehen wird, halten wir mit dieser Maßnahme eine sehr große Menge Wasser zurück!“ Bei Hochwasser entstehende Schäden in den angrenzenden Wiesen wären leichter „zu stemmen“, als wenn ganz Markt Schwaben überschwemmt wird, glauben die Antragsteller. In der entsprechenden Sitzung des Marktgemeinderates wurde schnell klar, dass dies nicht einfach umzusetzen ist. Denn der Bereich oberhalb der Brücke ist nach Aussage von Bürgermeister Georg Hohmann ein festgesetztes Biotop, die Umbaumaßnahme müsste von der Regierung von Oberbayern genehmigt werden. Es wäre sinnvoll, den Bereich zwischen Herzog-Ludwig- Straße und der Einmündung vom Gigginger in den Hennigbach ebenfalls in die Hochwasserschutzplanungen einzubeziehen. Susanne May (SPD) regte an, diese Maßnahme wegen der zu erwartenden Zuschüsse möglichst bald anzupacken. In dieses Projekt sei aber auch der Gigginger Bach im Bereich der Poinger Straße mit einzubeziehen. (wal)

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