900 Jahre Markt Schwaben

Höhepunkt für „900 Jahre Markt Schwaben“

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Der Festzug vom Marktplatz zur Dreifach-Turnhalle.

Festwochenende bei traumhaftem Jubiläumswetter

Ritter tummelten sich auf der Bühne, eine wunderschöne Lichtershow zauberte geschichtliche Szenen an die Wand und ein Trio sang freche Gstanzl. Ein Experte berichtete von wahren Begebenheiten vor 900 Jahren und die Gäste in der voll besetzten Dreifach-Sporthalle des Franz-Marc-Gymnasiums Markt Schwaben applaudierten mehrere Minuten. So gestaltete sich der Auftakt zum Jubiläumswochenende „900 Jahre Markt Schwaben“. Die Marktgemeinde hatte zu ihrem Geburtstag noch viel mehr zu bieten, wie sich am Sonntag herausstellte. Um etwa 10 Uhr formierte sich auf dem Marktplatz ein bunter Festzug mit allen Vereinen und Verbänden, mit dem Marktgemeinderat und den drei Bürgermeistern, der sich unter den Klängen der Marktkapelle in Richtung Gymnasium bewegte. Dort warteten schon die beiden Pfarrer Herbert Walter (katholisch) und Karl-Heinz Fuchs (evangelisch) um den Gottesdienst in der festlich geschmückten Halle zu zelebrieren. Musikalisch umrahmt vom Posaunenchor der Evangelischen Gemeinde Markt Schwaben wurde gebetet und gesungen. „Wir freuen uns, dass auch bei solchen Festen unser Herrgott nicht vergessen wird“, sagte Pfarrer Walter, „denn er hat gesagt: Ich gehe alle Wege mit euch!“ Man soll in dieser Stunde all jener gedenken, die im Laufe der vielen Jahre am Aufbau vom heutigen Markt Schwaben mitgewirkt haben. „Ritter Ulrich steht im Mittelpunkt“, betonte Pfarrer Fuchs in der Festpredigt, „er hat mit der Schenkung der Mühle an das Kloster Ebersberg im Jahr 1115 für die erste urkundliche Erwähnung von ‚Suaben‘, dem heutigen Markt Schwaben gesorgt!“ Was würde Ritter Ulrich sagen, wenn er heute hier wäre? fragte Fuchs in den Raum. Es sei richtig in die Vergangenheit zu blicken, man dürfe darüber aber die Gegenwart und Zukunft nicht vergessen, fügte der Geistliche hinzu. Damit spannte er den Bogen zu aktuellen Problemen im Zusammenhang mit den unzähligen Flüchtlingen, die aufgenommen werden müssen. „Die Welt verändert sich“, meinte Fuchs, „auch der christliche Glaube hat sich weiterentwickelt!“. Ritter Ulrich wollte für sein Seelenheil was tun und schenkte die Mühle an das Kloster Ebersberg. „Sollten wir von unserem Eigentum nicht auch den Flüchtlingen was abgeben?“ fragte der Geistliche. Offene Herzen und offene Hände für das Seelenheil heute im Sinne der Willkommenskultur? Gewalt sei jedenfalls keine Lösung, meinte Karl-Heinz Fuchs, ehe er das Jubiläumslogo mit Mühlrad, Kreuz und Ritterhelm auf seine Weise interpretierte. Später segneten die beiden Geistlichen die von Bruno Kukla geschaffene Bronzeskulptur und Pfarrer Herbert Walter rieb den Sockel mit Weihwasser ein. Die rund 1,10 Meter hohe Bronzefigur mit ihrem Mühlstein wird demnächst im Postanger aufgestellt und als Erinnerung an die 900-Jahr-Feier am Sonntag, 4.Oktober, um 11 Uhr im Rahmen einer kleinen Feierstunde enthüllt. Gesegnet wurde am Sonntagnachmittag auch der Gedenkstein nahe der Kressiermühle. Jene Mühle, die vor 900 Jahren nachweislich durch die Schenkung zur urkundlichen Erwähnung von „Suaben“ geführt hat. Der rund 3,6 Tonnen schwere Findling wurde in der Kiesgrube an der Schafweide Ebersberg ausgegraben. Das Logo wurde vom Steinmetz- und Bildhauermeister Anton Baumann und den Steinmetzen Gottfried Pregler, Florian Zimmermann und Wolfgang Hess graviert. Wie Bernd Romir als Sprecher vom Festausschuss betonte, gilt der Dank Familie Heller (Eigentümer des Grundstückes), der Firma Gienger (Kostenübernahme) und Michael Gola für kostenlosen Transport des Kolosses. Dankesworte kamen auch von Bürgermeister Georg Hohmann ehe die beiden Geistlichen unter musikalischer Umrahmung durch die Schwabener Blechbläser den Gedenkstein segneten.

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