Interview

"Ich spring im Dreieck": Ausflugsziele und Veranstaltungstipps in der Region

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Sabine Schork (li.) und Marion Hanke

„Ich spring im Dreieck“ ist ein erfolgreiches Familienportal mit Ausflugszielen und Veranstaltungstipps von Sabine Schork aus Steinhöring und Marion Hanke aus Markt Schwaben. Wir haben mit Sabine Schork über ihre Arbeit gesprochen

Sabine, Eure Seite „Ich spring im Dreieck“ ist mit über 5.500 Followern bei Facebook und über 50.000 Seitenaufrufen pro Monat sehr beliebt. Wie kam es zur Idee, einen Blog mit Ausflugszielen für Familien zu starten?

Die Idee kam von uns Beiden quasi gleichermaßen. Ich hatte in meiner Elternzeit damit angefangen, für Eltern, die weniger Zeit haben, einen Newsletter mit Veranstaltungstipps für Kinder zu verschicken. Marion habe ich dann über das Internet gefunden. Sie hatte bereits einen Blog auf dem sie über Familienausflüge ganz in meiner Nähe berichtet hat. Nach einigen Telefonaten war uns klar – wir haben die gleiche Passion, nämlich schöne Dinge mit anderen zu teilen. Und da wir beide aus dem Informatiksektor kommen, hatten wir auch das Handwerkszeug dazu.

Etwas Schönes mit der Familie zu erleben ist eine Seite. Aber dann den Aufwand zu betreiben, einen kostenlosen Newsletter anzubieten dann doch eine ganz andere. Wir hatten einfach Spaß daran, anderen zu berichten, wieviel in unserer Region für Familien geboten wird. Das ist auch die Grundidee von „Ich spring im Dreieck.“ Wir möchten unser Erlebtes mit anderen teilen. Wir berichten viel über kostenlose Angebote, das suchen Familien sehr oft. Und für kostenlose Angebote wird wenig Werbung gemacht.

Gut, aber Ihr müsst diese Freizeitmöglichkeiten ja auch erst einmal finden.

Das ist richtig. Die ersten Sachen, die wir veröffentlicht haben, waren Tipps die wir selbst von anderen Eltern gehört hatten. Wenn ich mit meiner Familie einen Ausflug mache, höre ich mich aber auch in der Gegend um und frage andere Eltern, wo es bei ihnen einen schönen Spielplatz gibt, wo man gut essen kann, wo es eine tolle Wanderung gibt. Mittlerweile suche ich aber auch viel Online. Marion und ich ergänzen und da sehr gut. Ich bin die Suchmaschine, Marion die Texterin. Wir schreiben aber beide unsere eigenen Beiträge. 

Wie zeitaufwendig ist das? 

Für mich hat sich das zu einem Teilzeitjob entwickelt. 20 Stunden in der Woche kommen schnell zusammen.

Das heißt also, am Wochenende werden die Kinder eingepackt und sie müssen dann alles austesten, was Ihr Euch so überlegt habt?

(lacht) Tatsächlich bin ich mit ihnen auch manchmal unter der Woche unterwegs. Ich frage meine beiden Kinder aber meist, worauf sie denn Lust haben – Spielplatz, etwas mit Wasser, Erlebniswandern. Ich binde sie viel ein und wir machen natürlich auch klassische Dinge wie in den Wald gehen und Freunde einladen. Das Positive ist, dass wir als Familie ganz viele neue Dinge erleben.

Schafft es denn jedes Ausflugsziel in Euren Blog? Welche Kriterien habt Ihr da?

Es gibt definitiv Sachen, die wir nicht veröffentlichen. Bei einem Indoor-Spielplatz fanden wir die Sicherheitsmängel so massiv, dass wir darüber nichts geschrieben haben. Auch die ein oder andere Wanderung hat sich als fürchterlich erwiesen. Wir geben den Eltern in unserem Blog auch Tipps, was sie zu beachten haben oder einpacken sollten – wenn zum Beispiel eine Wanderung sehr sonnig ist.

Für welche Zielgruppe ist Euer Blog interessant?

Wenn die Kinder zwei oder drei Jahre alt sind, dann werden Eltern bei uns garantiert fündig. Aber auch für die ganz Kleinen bringen wir immer mal wieder Beiträge, viele Spielplätze und Infos über die tollen Familienzentren der Region. Wir haben sogar schon Kursangebote für Schwangere. Unsere Ziele sind aber mindestens für Kinder bis zur fünften Klasse interessant. Aber das wird sich auch verändern, schließlich werden unsere Kinder ja auch älter. Unsere Seite und unsere Leser altern dann quasi mit uns.

Ist „Ich spring im Dreieck“ für Euch Hobby, Berufung oder tatsächlich schon Beruf?

Für Marion ist es eine Berufung, für sie ist besonders der Ausflugsblog ein Herzensthema. Für mich ist es von allem ein bisschen. Von der Zeit her ist es schon Beruf und es wäre ein großer Wunsch von uns, wenn wir davon leben könnten. Das ist bis jetzt leider nicht der Fall, aber dafür müssen wir sicher beide noch mehr Zeit investieren. Ich freue mich aber dennoch riesig, wenn ich erfahre wie viele unserer Leser tatsächlich unsere Vorschläge ausgetestet haben und einen wunderschönen Familientag hatten. Denn genau das war unser Ziel.

Das Interview führte Christian Schäfer

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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