Schule & Bildung

Info-Abend in der Anni-Pickert-Schule 

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Schutz vor Übergriffe: Die anwesenden Eltern bekamen viele Tipps,  wie sie das Selbstbewusstsein ihrer Sprösslinge fördern können.

Poing – „Selbstbewusste Kinder und Erwachsene werden seltener Opfer von Verbrechen als schüchterne. Deshalb sollten Eltern ihr Möglichstes tun, um Kinder zu starken und mitfühlenden Persönlichkeiten zu erziehen.“ 

Das ist die Quintessenz des Info-Abends der drei Poinger Grundschulen zum Thema „Schulkinder allein unterwegs – Maßnahmen zum Schutz vor Übergriffen im öffentlichen Raum“.

Die drei Referenten – Helmut Hintereder von der Polizeiinspektion Poing sowie Ursula Schmitt und Peter Donhauser von der Caritas-Beratungsstelle – waren sich nicht nur in diesem Punkt einig. Sie sprachen vor einer gut gefüllten Aula, ein Hinweis darauf, wie groß das Interesse am Thema ist. 

Die anwesenden Eltern bekamen viele Tipps, wie sie es denn anstellen können, das Selbstbewusstsein ihrer Sprösslinge zu fördern. Und das ist gar nicht so schwer. So hilft es beispielsweise, seinen Kindern stets aufmerksam zuzuhören und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie und ihre Gefühle wichtig sind. Ebenso sollten die Kids lernen, selbst auf ihre eigenen Gefühle und die der anderen zu achten, damit sie ein Gespür dafür bekommen, wenn Situationen kritisch werden und sie dann entsprechend reagieren können. 

Auch sollten Eltern bei auffälligen Verhaltensänderungen der Kinder versuchen herauszubekommen, ob es sich um einen normalen Entwicklungsschritt des Kindes handelt, oder ob möglicherweise ein gravierendes Problem dahintersteckt. 

Der Besuch von Selbstbehauptungskursen kann ein weiterer Weg sein, ängstlichen Kindern zu mehr Selbstsicherheit zu verhelfen. Da bei diesem Thema dem Zusammenwirken von Kita, Schule und Elternhaus hohe Bedeutung zukommt, waren auch ausdrücklich die Vertreter der Poinger Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen eingeladen. 

Wie die Eltern erfuhren, werden meist in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Schulsozialarbeitern an allen Schulen entsprechende Projekte durchgeführt und auch viele Kitas sind hier aktiv. 

Eine gute Nachricht zum Schluss: Den bösen Mann, der auf offener Straße ein Kind entführt, – ein Szenario vor dem sich Eltern und Kinder am meisten fürchten – gibt es nur extrem selten. Helmut Hintereder kann sich in den letzten 30 Jahren nur an einen einzigen Fall im Kreis Ebersberg, Erding und Freising erinnern. 

Die drei Elternbeiräte der Anni-Pickert-Schule, der Bergfeldschule und der Schule an der Karl-Sittler-Straße, die den Abend initiiert haben, bedanken sich ganz herzlich beim Poinger Jugendreferat für die Unterstützung bei der Organisation dieses Abends. 

Wer Fragen zum Thema hat, findet im Internet zahlreiche Literaturhinweise, kann sich aber auch an die Caritas-Beratungsstelle wenden (www.caritas-nah-am-naechsten.de/kjf-eltern-beratungsstelle-ebersberg). Außerdem werden zeitnah an den Schulen Flyer und Info-Broschüren mit Tipps und weiterführenden Hinweisen erhältlich sein. cpt

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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